Im Halbfinale des Handball-Nordcups der Männer gewann die SG Fortschritt Burg (1. Nordliga) am Sonnabend gegen den MTV Weferlingen II aus der 2. Nordliga mit 29:20 (16:7). Bester Burger Werfer war Steffen Bretschneider mit sechs Toren.

Burg (gth). Fortschritt ging als klarer Favorit in dieses Spiel und sorgte bereits in der Anfangsviertelstunde für die Entscheidung. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 (2.) sorgten sieben Tore in Folge für eine klare 8:1-Führung für die Einheimischen (9.). Ein gut aufgelegter Nicky Titsch und eine glänzende Abwehrarbeit waren Garant für den Vorsprung. Allerdings verletzte sich der Spielmacher wenig später, was aber nicht der Grund für die von nun an schwache Vorstellung der Burger sein sollte.

Bis zum 10:3 (15.) schien die Welt noch in Ordnung. Doch was sich die Gastgeber ab diesem Zeitpunkt an Fehlwürfen leisteten, war schon fast unfassbar. Allein in den nächsten sechs Minuten blieben fünf Tempogegenstöße in Folge ungenutzt. Nach dem 12:6 (22.) sorgten vier Tore von Steffen Bretschneider für den 16:7-Halbzeitstand. In der Pause diskutierten viele Zuschauer eigentlich nur über die Höhe des Endergebnisses. Es sollte aber anders kommen, die Gäste sollten die zweite Halbzeit sogar unentschieden gestalten.

Fortschritt tat im Gefühl des sicheren Sieges nur noch das Nötigste und sündigte weiter in der Chancenverwertung. So sorgten 28 Fehlwürfe, darunter 13 freie Würfe sowie 14 technische Fehler, für Raunen auf den Rängen. Allein zehnmal wurden Torlatte oder Pfosten des gegnerischen Tores getroffen und auch vom Siebenmeterpunkt wurde wie schon in der gesamten Saison gesündigt. Nur zwei von sieben Strafwürfe fanden den Weg ins Tor. Trotzdem erhöhten die Burger bis zur 57. Minute auf 28:16. In den Schlussminuten wurde dann noch munter durchgewechselt, so dass die tapfer kämpfenden Gäste noch zum 29:20-Endstand verkürzen konnten. Im Finale trifft Fortschritt am kommenden Sonnabend um 17.30 Uhr in Biederitz auf den Verbandsligaaufsteiger HSG Osterburg, der sich gegen Lok Stendal sicher mit 34:26 durchsetzte. Dort müssen sich die Burger vor allem im Angriff gewaltig steigern, sonst ist gegen die favorisierte HSG kein Blumentopf zu gewinnen. Bleibt zu hoffen, dass Norman Brückner, der sich kurz vor Ende ein dickes Auge holte, in seinem wohl letzten Spiel für Fortschritt wieder mitwirken kann.

Fortschritt Burg: Bünger, Strohschein - Lüngen (2), Mache (1), Bretschneider (6), Piehl (1), Titsch (2), Ebert (3), Wagner, Wöhe (2), Brückner (1), Wichmann (4/1), Lange (4/1), Weigel (3)