Güsen/Magdeburg (okr). Der Güsener HC hat einer bislang erfolgreichen Saison die Krone aufgesetzt und gestern eine weitere Überraschung gelandet: Beim Vierten der Sachsen-Anhalt-Liga, BSV 93 Magdeburg, gelang dem GHC ein 34:33 (13:12)-Auswärtssieg.

Noch Stunden nach dem Triumph in der Landeshauptstadt saß der Kern der Handballer samt Fans in der Stammkneipe "Roxy" zusammen und feierte den Sieg. Auch Trainer Eric Steinbrecher schwärmte in den höchsten Tönen. "Das war eine super Leistung. Der Spaßfaktor war heute hoch, das Team schwimmt auf einer Erfolgswelle."

Ein Blick auf den Spielberichtsbogen zeigt, dass der neunte Saisonsieg auf vielen Schultern verteilt war. Nahezu alle Spieler trugen sich zu gleichen Anteilen in die Torschützenliste ein. "Wir haben von allen Positionen Gefahr ausgeübt", sagte der Coach, der seinen Sechser "50 von 60 Spielminuten im Vorteil" sah. Die Partie im "Glutofen" am Olvenstedter Graseweg begann ausgeglichen. Der BSV legte auf ein Tor vor (3:2, 4:3), ehe der GHC beim 5:4 erstmals in Führung ging. Auffällig war, dass die Abwehr der Gäste schnell ins Spiel fand und den Angreifern nur wenig Raum gab. Lohn war eine Mini-Führung (9:8, 12:11), die bis zur Pause Bestand hatte. "Die Abwehr hat super gestanden, nur im Angriff haben wir etliche Chancen ausgelassen", sagte Steinbrecher.

Nach dem Wechsel blieb der GHC am Drücker, führte mit zwei Toreen (16:14), ehe beim 23:18 (45.) eine Überraschung in der Luft lag. Doch die Gastgeber, die bis dahin verkrampft agierten, antworteten. Beim 25:25 war die Partie offen. "Wir haben die längere Bank und größeren Kraftreserven gehabt", so der Trainer im Hinblick auf die heiße Schlussphase.

In dieser stellte er mehrfach um, gab auch Leistungsträgern wie Kevin Haßbargen Verschnaufpausen. Für ihn kam Rene Eichner, der "ihn gut ersetzt hat". Spätestens beim 31:28 (52.) war die Gegenwehr der Magdeburger gebrochen. Sie verkürzten zwar noch auf ein Tor, aber am 34:33-Sieg der Güsener war nicht mehr zu rütteln.

"Man sieht jetzt, dass die Mannschaft nach den Erfolgen gegen Wernigerode und Schönebeck an Sicherheit gewonnen hat. Dann kann man eben auch mal die Großen schlagen", freute sich Steinbrecher und mit ihm seine Spieler und die zahlreich mitgereisten Fans.

Güsener HC: Bretschneider, T. Beyer - K. Haßbargen (4), Buchheister (1), Hennig (4), Teßmann (3), C. Beyer (4), Hoffmann (5), Klewe (4), Ch. Haßbargen (4), Salomon (1), Steindorf (4), Richter, Eichner