Durch ein bitteres Gegentor in der Nachspielzeit musste sich der Burger BC am Sonnabend mit einem 2:2 (1:0)-Remis gegen den Möringer SV begnügen. Über weite Teile der Partie beherrschte der BBC die Gäste, denen der Punktgewinn im Kampf um die Meisterschaft wohl weitaus mehr nutzt.

Burg. Nach Abpfiff saßen die Burger gedankenverloren auf dem Rasen und fragten sich, wie so etwas passieren konnte. BBC-Trainer Hartmut Müller hatte eine einfache Erklärung: "Einer routinierten Mannschaft passieren nach einer 2:0-Führung die zwei entscheidenden Fehler nicht mehr."

Dabei lief zunächst alles nach Plan. Die Gastgeber begannen druckvoll, ließen Möringen kaum ins Spiel kommen. Sandro Becker setzte mit seinem Kopfball ein erstes Achtungszeichen (30.). Wenig später netzte Becker nach Freistoßvorlage von Franz Zimmer zum 1:0 ein (35.).

Nach der Pause machte der BBC dort weiter, wo er aufgehört hatte. Einen kapitalen Fehler von Gäste-Keeper Simon Schulze nutzte Steven Peseke und staubte zur 2:0-Führung ab (52.).

Danach übernahm jedoch der MSV das Kommando. Nach einer Ecke erzielte Möringens David Berr den Anschlusstreffer (76.). Die Platzherren sahen sich nun in die Defensive gedrängt, es gab kaum noch Entlastung. Scheinbar verließen sich die Burger darauf, dass die Uhr für sie tickte. In der Nachspielzeit sollte dieses Denken bestraft werden: Der aufgerückte MSV-Abwehrspieler Christoph Siegert köpfe erneut nach einer Ecke zum 2:2-Ausgleich ein (90.). Schiedsrichter Marco Bünger pfiff die Partie anschließend nicht mehr an.

Nach dem herben Rückschlag im Kampf um die Tabellenführung herrscht beim BBC jedoch keineswegs Resignation, wie Trainer Müller durchblicken ließ: "Natürlich tut das weh. Auch wenn wir den Meistertitel nun nicht mehr aus eigener Kraft erringen können, muss Möringen erst einmal seine Spiele gewinnen."

Auch Detlef Zimmer war bemüht, das Positive zu sehen. Angesichts der beeindruckenden Kulisse von 317 Zuschauern war der Ärger beim BBC-Sportvorstand zumindest kurzzeitig verflogen: "Die tollen Fans haben höherklassigen Fußball verdient. Einen Zuschauerschnitt von über 200 hatten wir zuletzt zu Verbandsliga-Zeiten in den 90ern."

Burger BC: Krüger – Eschholz, Schmidt, Lindner, Gädke, Damczyk, K. Buchheim, Zimmer (80. Schäfer), Becker, Nabel (63. Schalla), Peseke (89. Lerch)