Erneut mit leeren Händen standen die Verbandsliga-Handballer aus Möckern am Sonntag nach der Partie gegen den HV Ilsenburg da. Mit 25:32 (15:14) musste sich der MTV nach einem unerklärlichen Leistungseinbruch in Durchgang zwei geschlagen geben. Die Lage im Abstiegskampf spitzt sich weiter zu.

Möckern (hlo/bjr). "Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Man muss aber ein großer Optimist sein, um noch an den Klassenerhalt zu glauben", sagte Trainer Hartmut Loth aus dem Gespann mit Sven Holm nach dem Spiel und machte klar, dass Binsenweisheiten und Durchhalteparolen in der derzeitigen Situation einen äußerst überschaubaren Nutzen haben. Um das rettende Ufer, in diesem Falle möglicherweise erst Rang zehn, zu erreichen, müsste jetzt ein kleines Wunder in Form von drei Siegen aus den letzten drei Begegnungen her. "Theoretisch sicher machbar, aber um das umzusetzen, müssen noch einige Details mannschaftsintern geklärt werden", sagte Loth.

Sieht man sich die erste Halbzeit und eine Viertelstunde des zweiten Durchgangs im Spiel gegen die Harzer an, begegneten sich beide Teams voll auf Augenhöhe. Nach der 2:0-Führung der Gastgeber wogte das Spiel hin und her. Ilsenburg übernahm erstmals nach dem 4:4 die Führung. Zwar setzten sich die Harzer zwischenzeitlich mit drei Toren ab (13:10), doch der MTV blieb im Spiel, kämpfte sich vor der Halbzeit zurück und übernahm nach einem 5:0-Lauf mit 15:13 die Führung. Der letzte Treffer in Durchgang eins zum 15:14 blieb den Gästen vorbehalten.

Auch mit Wiederbeginn zeigten die Hausherren Biss und behaupteten die Führung (17:15, 20:18, 22:21). Bis zum 23:22 in der 46. Minute kämpfte die Möckeraner Sieben um jeden Ball und hatte vor allem im Tor mit Robert Schäfer einen der besten Akteure des Spiels auf ihrer Seite. Viele vergebene Möglichkeiten, vor allem in Überzahl, verhinderten jedoch, dass der MTV bereits vorentscheidend davonzog.

Was dann jedoch in der Schlussviertelstunde folgte, verdeutlichte einmal mehr die Misere, durch die Möckern zuletzt immer wieder wichtige Punkte im Kampf um den Ligaverbleib einbüßte. Im Angriff wurden die Bälle leichtfertig vergeben, viel zu hektisch abgeschlossen, das Rückzugsverhalten und damit auch die Deckungsarbeit wurden nun völlig vernachlässigt. Ilsenburg ließ sich die fast schon förmliche Einladung zum Torewerfen nicht entgehen und zog über die Stationen 26:24 und 30:24 zum 32:25-Endstand davon. Magere zwei Treffer in den letzten 14 Minuten standen zehn Toren des HVI gegenüber.

"Jetzt den Kopf in den Sand zu stecken und sich aufzugeben ist sicher nicht der richtige Weg. Vielmehr sollte man nun die längere Spielpause nutzen um Versäumtes im Training aufzuarbeiten", meinte das MTV-Trainergespann unisono. Das nächste Spiel steigt erst am 7. Mai mit einem Gastspiel in Westeregeln.

Dass es derzeit im Umfeld des MTV gehörig brodelt und viel Unruhe ins Spiel getragen wird, blieb auch dem Trainerduo nicht verborgen. "Jetzt muss nicht nur im Team sondern auch außerhalb die Ruhe bewahrt werden. Die Mannschaft darf nicht noch weiter verunsichert werden. Denn eines muss jedem klar sein: Es handelt sich immer noch um Freizeitsport. Im Falle eines eventuellen Abstieges aus der Verbandsliga wird es immer einen Weg geben, dass es weitergeht", sagte Loth mit Blick auf die "Störfeuer".

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