Gerwisch (hpl/bjr). Nach der 1:3 (1:1)-Auswärtsniederlage gegen den SV Potzehne schwindet wohl auch bei den kühnsten Optimisten der SG Gerwisch der Glaube, auch in der nächsten Saison Landesliga-Fußball zu erleben.

Im Wissen um die Bedeutung des "Endspiels" gegen einen der direkten Konkurrenten im Abstiegskampf reiste die SG personell leicht verändert in die Westaltmark. Im Tor bekam Marco Pranke seine Chance und auf der Bank nahmen nicht zuletzt aufgrund einiger Verletzungssorgen mit Andre Lisak und Daniel Bodenstein zwei Spieler der zweiten Mannschaft Platz.

Zu Beginn merkte man beiden Teams die Verunsicherung deutlich an. Mit der ersten echten Offensivbemühung kamen die Blau-Weißen durch ein Eigentor von Oliver Oelze, der eine Flanke von Tino Raugust ins eigene Tor grätschte, zur frühen 1:0-Führung (5.). Kurz darauf vergab Thomas Tietz die Chance, zu erhöhen (8.). In der Folge zogen die Platzherren ihr Spiel besser auf. Immer wieder fanden lange Bälle die schnellen Spitzen. Mit ein wenig Glück und einem reaktionsschnellen Pranke hielt der knappe Vorsprung zunächst. Doch fünf Minuten vor dem Seitenwechsel zahlte sich die Dauerbelagerung der Grün-Weißen aus. Maik Krehl stand nach Freistoßvorlage goldrichtig und köpfte zum 1:1 ein (40.).

Auch mit Wiederbeginn er- gab sich nur wenig Entlastung bei den Gästen. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte hatte Ingo Wiegmann nur wenig Mühe, zum 2:1 für Potzehne einzuschieben (55.). Gerwisch war nun vollkommen von der Rolle. Gegen die weiten Bälle der Platzherren fand die SG-Defensive nur wenige Mittel. Als einer davon Marcus Behrends erreichte und dieser per Aufsetzer zum 3:1 vollendete (66.), wurde die Resignation bei einigen Blau-Weißen deutlich sichtbar. Bis auf eine "Mini-Chance" durch Denis Schönfeld (86.) war von Gerwischer Seite im zweiten Abschnitt nichts zu sehen. Selbst unter den treuen Fans, die das Team nach Potzehne begleiteten, war man sich einig: dieses Spiel könnte mitunter bereits der Abgesang auf das Kapitel Landesliga gewesen sein. Bei noch sechs verbleibenden Spielen beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz acht Punkte. Angesichts der teils hilflos wirkenden Aktionen im Spiel weiß aber derzeit niemand in Gerwisch, woher die benötigten Zähler kommen sollen.

SG Gerwisch: Pranke – S. Tangermann, Schäfer, Hoppe (18. Schönfeld), J. Schacker, Herms, Karlowsky, Raugust, Tietz, Träbert, A. Schacker (46. Bodenstein)