Biederitz (okr). Tabellenführer geschlagen, Klassenerhalt so gut wie gesichert: Die Tischtennis-Spieler des DJK Biederitz haben am Sonnabend ihre Klasse unter Beweis gestellt und in eigener Halle den TSV Stahnsdorf klar mit 9:4 bezwungen. Damit sind für den Liganeuling vier Spieltage vor Saisonende in der Oberliga Nord-Ost die Abstiegsplätze in weite Ferne gerückt (3.).

"Das war eine tolle Leistung. Der Klassenerhalt ist zu 99 Prozent geschafft", freute sich gestern auch Mannschaftsführer Marcus Schmidt. Er hatte eine Partie "auf hohem Niveau" gesehen, in der sich die Akteure nichts schenkten.

Grundlage für den unerwarteten Sieg bildeten einmal mehr die Doppel, die auf ein 3:0 vorlegten. Vor allem Marcus Schmidt/Eric Osbar, die gegen das Stahnsdorfer Spitzenduo Thomas Englert/Hendrik Z‘dun antraten, spielten sensationell auf und behielten in drei knappen Sätzen (14:12, 11:9, 11:7) die Oberhand. "Thomas Englert ist der mit Abstand beste Oberliga-Spieler in dieser Saison. Gegen ihn zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes", sagte der Kapitän. Da auch Radoslaw Kulczycki/Marek Konieczka sowie Tamasz Tabor/Tomasz Marciniak jeweils ihre Begegnungen gewannen, ging der DJK mit einem dicken Polster in die Einzel.

In diesen schlug der Spitzenreiter zunächst zurück. Kulczycki (0:3), Osbar (0:3) und Tabor (2:3) unterlagen, so dass beim 3:3 die Partie wieder offen war. Aber an diesem Tag sollten die Spieler des mittleren und unteren Paarkreuzes die Kohlen aus dem Feuer holen. Allen voran Tomasz Marciniak, der seine beiden Einzel gewann. Vor allem mit seinem zweiten Sieg, dem äußerst knappen 3:2-Erfolg gegen Z‘dun, avancierte er zum Matchwinner. "Tomasz hat seine Rückenprobleme auskuriert und sichtlich frei aufgespielt", sagte Schmidt.

Er selbst behielt im ersten Einzel ebenfalls die Nerven, gewann mit 3:1. Da auch die Biederitzer Nummer sechs, Marek Konieczka, mit 3:2 vom Tisch ging und Eric Osbar im zweiten Einzel Jaromir Pyrek in die Knie zwang (3:1), war den Gastgebern der Sieg nicht mehr zu nehmen.

"Ich glaube, unser Gegner war etwas angefressen, wollte unbedingt gewinnen", merkte Schmidt an. Übrigens: Da Stahnsdorf als unangefochtener Tabellenführer (31:9-Punkte) auf sein Aufstiegsrecht in die Regionalliga verzichten wird, kämen die dahinter platzierten Teams in Frage. Nicht, dass die überaus starke Rückrunde der Biederitzer neue Begehrlichkeiten geweckt hat...

DJK Biederitz: Kulczycki (0,5); Osbar (1,5); Tabor (1,5); Marciniak (2,5); Schmidt (1,5); Konieczka (1,5)