Gommern. Die Freude über diesen dritten Platz in der Kegel-Landesliga war aus der Stimme von Thomas Zander auch gestern noch deutlich herauszuhören. Schließlich kämpfte er mit dem SV Eintracht Gommern fast die gesamte Saison gegen den Abstieg. Als Aufsteiger hatte das Team ein schwieriges Jahr zu überstehen. Doch noch vor dem Abschluss-Spieltag am Sonn-abend gegen den SV Edderitz sicherte es sich den Ligaverbleib. Es ging also nicht mehr um viel, beide Teams konnten befreit aufspielen, verbrachten einen angenehmen Nachmittag. Und mit dem 5 003:4 858-Erfolg schließlich sicherten sich die Gastgeber den Bronzeplatz. "Das ist Wahnsinn."

Dabei sah es zu Beginn nicht nach einem Erfolg aus, vor allem Zander haderte mit sich. Er war zuvor noch aus Bad Langensalza angereist, er begleitet ja die Champions-League-Mannschaft des TSV Zerbst. Und auch nach der Partie reiste er zurück zum Europaliga-Wettbewerb. Vor der Partie versuchte er, sich mit Hilfe von Musik zu konzentrieren, doch die erste Bahn misslang. "Zum Glück gab es noch Udo Wrubel", sagte Zander. Dieser legte am Ende eine starke 886 auf die Bahn, ein Ergebnis, "das wir in Gommern nicht so oft haben".

Wrubel hielt die Eintracht also im Spiel gegen die Gäste, die den Mannschafts-Bahn- rekord innehaben. "Das ist aber schon zehn Jahre her", betonten sie vor der Partie. In guter Form präsentierten sie sich dennoch. Letztlich hielten aber Jens Bich und Co. gut dagegen und sicherten sich den Mannschaftserfolg mit 145 Zählern Vorsprung.

Im Anschluss feierte das Team noch gemeinsam. Nur Thomas Zander war zu diesem Zeitpunkt wieder unterwegs. Sicherlich schade nach so einem Erfolg. Doch die Eintracht wird die gemeinsame Party in den kommenden Wochen sicherlich nachholen.

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