Heyrothsberge (okr). Dank eines knappen Arbeitssieges ist der SV Union Heyrothsberge dem Klassenerhalt in der Fußball-Landesklasse 2 ein großes Stück näher gekommen. Durch den 1:0-Erfolg am Sonnabend gegen die ZLG Atzendorf festigte das Team Rang acht und vergrößerte den Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf nunmehr elf Zähler. "Das war ein hartes Stück Arbeit. Jetzt haben wir uns Luft verschafft und können ruhiger aufspielen", sagte Union-Trainer Torsten Völckel.

Der Heimsieg basierte auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die gegen robust zu Werke gehende Gäste auch vonnöten war. Die ZLG agierte spielerisch auf Augenhöhe, ließ nur beim Torabschluss die letzte Konsequenz vermissen. Die ersten Akzente setzten aber die Gastgeber, die auf Karsten Völckel verzichten mussten. Vor allem Mike Pinno (14.) war ein ständiger Unruheherd am gegnerischen Strafraum, auch Daniel Ziemann und Stefan Groth wussten die Atzendorfer Abwehr zu beschäftigen. Nach einer Flanke von Pinno wurde Ziemann von seinem Gegenspieler mit dem Knie in die Rippen getroffen. Den abprallenden Ball schoss Groth zum 1:0 ein (26.).

Bis dahin blieben die Gäste stets gefährlich, vor allem Tobias Sura (Völckel: Der beste Mann auf dem Platz") entwischte auf der linken Seite mehrmals seinen Gegenspielern. Beim folgenden Kopfball (18.) und einem Schuss ins lange Eck (35.) hätte es durchaus "klingeln" können. Auf der anderen Seite setzten Pinno (Schuss aus der Drehung, 32.) und Groth (Schuss ans Lattenkreuz, 42.) Achtungszeichen.

In der zweiten Halbzeit verlor die Partie an Tempo, Höhepunkte blieben aus. "Vielleicht haben wir uns zu sehr zurückgezogen", sagte der Union-Trainer. Atzendorf probierte alles, rückte weit auf, blieb aber im Abschluss zu harmlos. Bei einem Freistoß der ZLG landete der Ball am Außenpfosten (85.), vielmehr war von den Gästen nicht zu sehen. Stattdessen diskutierten sie mehrfach mit dem Schiedsrichter – Folge war Gelb-Rot für Kapitän Marcus Brüggemann. Weiterer negativer Höhepunkt war der Zusammenstoß zwischen Union-Keeper Tim Nagel und dem eingewechselten Steffen Linsdorf, wobei sich der Angreifer einen Nasenbeinbruch zuzog (78.). "Ansonsten blieb unsere Abwehr Herr der Lage, war der Sieg verdient", sagte Völckel.

SV Union Heyrothsberge: Nagel – Krümling, Ebers, Ulrich, Boenigk (90. Rost), Kunze, Fischer, Beyer, Ziemann, Groth, Pinno (79. Schneider)