Güsen (bjr). Zum zweiten Mal in dieser Saison haben die Handballer des Güsener HC in einem Spiel der Sachsen-Anhalt-Liga die "magische" 40-Tore-Marke geknackt. "Opfer" war dieses Mal der HV Wernigerode, der am Sonnabend mit 40:31 auf die Heimreise geschickt wurde.

Der Start verlief optimal für den GHC. René Teßmann, Kevin Haßbargen und Jörg Salomon legten auf 3:0 vor (5.). Danach pirschten sich die Harzer zwar heran und hielten den Zwei- bis Drei-Tore-Abstand bis zu Florian Hennigs Treffer zum 13:9 (25.). Den Treffer zum 17:13-Halbzeitstand steuerte Kevin Haßbargen per Siebenmeter bei.

Der GHC setzte im ersten Abschnitt genau das um, was Trainer Eric Steinbrecher vor der Partie gefordert hatte: "Die Abwehr hat sicher gestanden. Gegen die kombinationsstarken Wernigeröder hat das Übergeben der Gegenspieler ausgezeichnet geklappt. Auch das schnelle Umschalten hat heute sehr gut funktioniert."

Den besseren Start in Hälfte zwei erwischten allerdings die Gäste, die auf 16:17 herankamen (33.). Rund zehn Minuten benötigte der GHC-Motor, um auf Touren zu kommen. Nach dem 25:23 durch Fabian Steindorf, dem Steinbrecher eine "klasse Leistung am Kreis" attestierte, war der Bann aber endgültig gebrochen. Leichte Ballverluste der Gäste machten es den Hausherren leicht. Vor allem Florian Hennig und Robert Klewe schienen nun die Aktionen des HV vorauszuahnen und fingen reihenweise Bälle ab. Den Rest erledigte ein glänzend aufgelegter Tobias Beyer im Tor der Güsener. Beleg für die klare Dominanz des GHC im zweiten Abschnitt war ein 5:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 39:29 (28.).

In den letzten beiden Minuten herrschte dann aber doch noch einmal Spannung in der Elbe-Havel-Halle. Dabei ging es weniger um die Frage des Ausgangs der Partie – denn dieser war wohl spätestens Mitte der zweiten Hälfte geklärt – als vielmehr darum, ob der GHC zum zweiten Mal in dieser Saison die "Schallmauer" durchbrechen würde. Und auch von den Rängen herab wurde, in bester Erinnerung an das 40:34 gegen Jessen im Dezember, skandiert: "Wir wollen die 40 sehen."

Robert Klewe war es schließlich, der zum 40:30 einnetzte. Auch wenn es den Gästen vorbehalten war, den letzten Treffer zu erzielen, war den Güsenern die Handball-Party an diesem Abend nicht mehr zu verderben. "Ein ganz großes Lob an die Mannschaft. Sie hat viel kombiniert. Man hat heute eigentlich alles gesehen, was ein gutes Team ausmacht", stimmte auch Steinbrecher in den allgemeinen Jubel-Tenor mit ein.

Güsener HC: T. Beyer, Teske – K. Haßbargen (13/6), Buchheister, Hennig (5), Teßmann (2), C. Beyer (7), C. Haßbargen (6), Eichner, R. Klewe (2), Salomon (2), Steindorf (3)

Zeitstrafen: GHC 7/Wernigerode 3

Siebenmeter: GHC 6/6/Wernigerode 4/5