Eintracht Gommern scheint in der Fußball-Landesklasse seine Formschwäche der letzten Spiele allmählich abzulegen. Gegen den BSV 79 Magdeburg kam die Eintracht zu einem klaren 4:0 (1:0)-Erfolg. Dabei boten die Blau-Gelben vor allem im zweiten Durchgang eine souveräne Vorstellung, auch wenn klar sein dürfte, dass das Tabellenschlusslicht aus der Landeshauptstadt wohl kein echter Gradmesser für die Eintracht darstellt.

Gommern (vwo). Bei hochsommerlichen Temperaturen ließen es beide Mannschaften gemächlich angehen. Die Gäste waren vor allem auf eine kompakte Defensive bedacht, der Gastgeber tat sich schwer, den Abwehrriegel der Cracauer zu knacken. Eintrachts Kevin Schulz ließ nach zwölf Minuten eine erste Großchance ungenutzt. Pech hatte Max Zimmermann, der nach rund 20 Minuten nur den Pfosten des BSV-Gehäuses traf. Im ersten Abschnitt tauchten die Landeshauptstädter nicht einmal vor dem Gommeraner Tor auf. Anders die Eintracht: Kurz vor dem Pausenpfiff war es soweit, als Christian Kloska nahezu die gesamte Hintermannschaft der Gäste austanzte. Seinen Rückpass nutzte Tobias Thormeier zur 2:0-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der Gastgeber das Spiel, das er in den vergangenen Wochen so schmerzlich hat vermissen lassen. Zielstrebig wurde über die Außen nach vorn gespielt und so enorm Druck auf das Magdeburger Tor ausgeübt. Erneut Kloska überlief weite Teile der BSV-Abwehr, diesmal legte er auf Mathias Reichel ab, der zum 2:0 verwandelte (54.). Vier Minuten später war es Felix Gnensch, der Marko Bittersmann toll in Szene setzte, dieser verwertete zum 3:0 (58.). Dass Mathias Reichel wenig später das leere Tor nicht traf (61.), war da fast schon zu verschmerzen, denn kurz darauf köpfte der aufgerückte Libero Christopher Schumburg nach einem Eckball von Max Zimmermann zum 4:0 ein (64.).

Das Spiel war nun entschieden und die Gastgeber schalteten zwei Gänge zurück. So gab es in den letzten Minuten der Partie auch kaum noch durchdachte Aktionen zu sehen. Die Harmlosigkeit der Gäste setzte sich auch in Durchgang zwei fort und so blieben sie nur Aufbaugegner für zuletzt formschwache Gommeraner. Einen souveränen Auftritt legte der junge Schiedsrichter Matthias Henke (Jerichow) hin, der das faire Spiel jederzeit gut im Griff hatte. Was dieser Sieg nun am Ende Wert ist, wird das Gastspiel der Gommeraner nächsten Sonnabend in Hadmersleben zeigen.

Eintracht Gommern: Hoffmann – Schumburg, Marco Reichel, Ferchland, Thormeier (62. Kunitscke), Kloska, Gnensch (83. Eggert), Zimmermann, Bittersmann, Mathias Reichel, K. Schulz (85. Woche)