Biederitz/Hettstedt (okr). Klassenerhalt gepackt, nun geht der Blick nach oben: Der DJK Biederitz hat am Sonnabend das Landesderby in der Tischtennis-Oberliga gegen den MSV Hettstedt mit 9:7 gewonnen und damit Platz zwei zurückerobert.

"Das muss es jetzt gewesen sein. Wir haben die Klasse gehalten. Nun wollen wir diesen zweiten Platz auch verteidigen", sagte Kapitän Marcus Schmidt, der mit seinem Team (23:15-Punkte) den verbleibenden drei Partien gelassen entgegenblicken kann.

Wie erwartet, entwickelte sich in Hettstedt ein enges, emotionsgeladenes Match. Nach den Doppelerfolgen von Radoslaw Kulczycki/Marek Konieczka (3:1) und Tomasz Marciniak/Andrzej Wojtasik (3:2) gingen die Gäste mit einer 2:1-Führung (Eric Osbar/Marcus Schmidt) in die Einzel.

"Dieser Vorsprung ist immer eine gute Basis und hat uns Sicherheit gegeben", sagte Schmidt. Jedoch mussten zum Auftakt Kulczycki (1:3) und Osbar (1:3) zunächst Niederlage hinnehmen, ehe daqs mittlere Paarkreuz zurückschlug. Schmidt, der für den arbeitsbedingt verhinderten Tamasz Tabor "nach oben" rückte, hatte "ein gutes Gefühl" und gewann gegen Jens Beckmann (3:1) und Christian Roß (3:1) beide Einzel. "Ich musste mich nach meiner Verletzungspause ganz schön durchbeißen, am Ende bin ich konditionell an meine Grenzen gestoßen."

Gleichwohl blieb die Partie eng, beide Teams punkteten abwechselnd. Vor allem Landesmeister Robert Roß, der sowohl Kulczycki als auch Osbar bezwang, hielt die Gastgeber im Spiel. Ein Höhepunkt der Partie war das Duell der beiden "Einser", wobei der Biederitzer Kulczycki gegen den Hettstedter Marcelo Fernandez im fünften Satz die Oberhand behielt. "Da waren richtig starke Ballwechsel zu sehen", schwärmte Schmidt.

Nachdem schließlich die Nummer sechs, Andrzej Wojtasik sein zweites Einzel mit 3:0 gewann, hatte der DJK das Remis bereits sicher. Im abschließenden Doppel zeigte das polnische Duo Kulczycki/ Konieczka seine Ausnahmenstellung in dieser Liga. "Vor allem Marek, dem vorher in den Einzel nicht viel gelungen war, steigerte sich enorm", lobte Schmidt, so dass nach dem klaren 3:0-Erfolg am Biederitzer 9:7-Gesamtsieg nicht mehr zu rütteln war.

In 14 Tagen fällt in der Oberliga die Entscheidung. Die Biederitzer empfangen zunächst Blau-Weiß Vetschau (4.), das eine überragende Rückrunde spielt sowie anschließend den Verfolger SSV Landsberg (3.). "Danach wissen wir mehr, ob wir Platz zwei behalten und damit theoretisch den Regionalligaaufstieg feiern könnten", sagte Schmidt.

DJK Biederitz: Kulczycki (2); Osbar (0); Marciniak (1,5); Schmidt (2); Konieczka (2); Wojtasik (1,5)