Nach dreiwöchiger Liga-Pause starten die Fußball-Teams auf Landesebene morgen wieder in den Wettbewerb. Während die SG Gerwisch, der Burger BC und Union Heyrothsberge in ihren Pokal-, Test- und Nachholpartien Selbstvertrauen tankten, legt der FSV Borussia Genthin auswärts einen "Kaltstart" hin.

Burg (bjr/vwo). Bis auf die Genthiner Borussen stehen alle Teams vor Heimpartien.

Landesliga Nord

SG BW Gerwisch (15.) – TuS SW Bismark (11.)

Zwischenzeitlich bereits abgeschrieben, bezwangen die abstiegsgefährdeten Blau-Weißen im Nachholspiel am vergangenen Wochenende Eintracht Salzwedel nach einer packenden Schlussphase 3:2. Klar, dass nach dem Kraftakt in der Hansestadt die Hoffnung zur SG zurückkehrte und auch das Tabellenbild verschafft der Sauer-Elf neuen Mut: Bei noch fünf ausstehenden Spielen beträgt der Abstand auf das rettende Klassenerhalts-Ufer vier Punkte. "Wie oft wir in dieser Saison schon nach dem letzten und allerletzten Strohhalm gegriffen haben", zeigte sich SG-Routinier Mario Träbert vor dem nächsten "Endspiel" gegen Bismark fast ein wenig genervt. Gleichzeitig fügte er aber hinzu: "Wir laden uns keinen Druck auf, konzentrieren uns auf unsere Aufgaben." Und mit der TuS Bismark steht auch wahrlich keine unlösbare an, wie Träbert weiß: "Ein Gegner auf Augenhöhe. Da wollen wir natürlich einen Sieg landen."

Personell ist die Lage in Gerwisch seit je her angespannt und so werden wohl auch morgen André Lisak und der letztwöchige Torschütze Markus Rogge aus der zweiten Mannschaft aushelfen.

Landesklasse 1

Burger BC (2.) – Kreveser SV (4.)

Von einem möglichen Motivationsschub aus dem Erreichen des Kreispokalfinals am vergangenen Wochenende wollte BBC-Trainer Hartmut Müller nichts wissen: "Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wir haben im Kampf um Platz zwei noch fünf ¿Endspiele‘. Mit einem Sieg gegen Krevese würden wir einen Konkurrenten entscheidend auf Distanz halten", lautet die Rechnung des Trainers. Ob das Unterfangen gegen die "ehrgeizigen und unangenehm zu bespielenden" (Müller) Kreveser gelingt, ist nach den zuletzt mäßigen Leistungen im Pokal und in der Liga fraglich.

Doch gibt vor allem ein Punkt Anlass zur Hoffnung, dass es morgen mit dem "Unternehmen Heimsieg" klappt: Bis auf den dauerhaft verletzten Danny Schalla kann der Burger Coach auf den gesamten Kader zurückgreifen.

SSV Gardelegen (6.) – FSV Borussia Genthin (12.)

Auch beim FSV Borussia Genthin beginnt derzeit jene Saisonphase, in der eifrig gerechnet wird. "Wir brauchen noch einen Sieg aus den restlichen fünf Spielen, dann sind wir sicher durch", sagte Borussen-Trainer Frank Grabowski vor der Auswärtspartie gegen Gardelegen. Als einzige Mannschaft auf Landesebene stand bei den Borussen während der Liga-Pause kein Pokal- oder Freundschaftsspiel auf dem Programm, man vertraute auf das Training. Positiver Nebeneffekt: Für die angeschlagenen Spieler ergab sich zusätzliche Zeit zur Regeneration, so dass die Borussia wohl morgen ohne Personalsorgen in die Westaltmark reisen kann.

Landesklasse 2

Eintracht Gommern (4.) – Germania Olvenstedt (7.)

Um im Wettkampfrhythmus zu bleiben, bestritt der SV Eintracht am vergangenen Wochenende ein Testspiel gegen den Schönebecker SV. Eigentlich könnten die Gommeraner nach dem 3:1-Sieg gegen den Landesligisten vor der morgigen Partie gegen Olvenstedt vor Selbstvertrauen strotzen, doch zu frisch sind noch die Wunden aus der zuletzt blamablen 0:4-Heimniederlage gegen den SV Seehausen. Eintracht-Coach Dorian Reichelt erwartet daher ein deutlich anderes Auftreten als gegen die Börde-Kicker und sah gegen den SSV auch bereits gute Ansätze. Personell stehen dem Trainer bis auf Torhüter Andreas Hoffmann (Urlaub) alle Spieler zur Verfügung.

Union Heyrothsberge (8.) – TuS Magdeb.-Neustadt (6.)

Der Klassenerhalt ist sicher und derzeit blickt man in Heyrothsberge wohl am freudigsten dem 10. Juni entgegen, wenn in Möser das Kreispokal-Finale gegen den Burger BC steigt. Trotzdem wollen sich die Unioner in der Liga alles andere als entspannt zurücklehnen. Derzeit ist "Platz sechs oder sieben für uns noch drin", formulierte Trainer Torsten Völckel vor dem Spiel gegen Neustadt das aktuelle Saisonziel. Nach derzeitigem Stand der Dinge steht dem Trainer nahezu der komplette Kader zur Verfügung.

Die Landeshauptstädter reisen nach der letztwöchigen 1:5-Pleite gegen Zerbst sicher mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch an.