Gommern/Zerbst (vwo). Gut gespielt, am Ende jedoch wieder ohne Punkte die Heimreise angetreten haben die Gommeraner Landesklasse-Fußballer am Sonnabend bei ihrer 3:4 (3:2)-Auswärtsniederlage gegen den TSV Rot-Weiß Zerbst.

Von Beginn an setzten beide Teams auf Offensive und boten eine erste Halbzeit mit hohem Unterhaltungswert. Schon nach sechs Minuten spielte Gommerns Daniel Stridde Kapitän Marko Bittersmann frei, dieser erzielte das 1:0. Wenig später erhielten die Zerbster einen schmeichelhaften Strafstoß, den Mathias Bruchmüller zum 1:1 nutzte (9.). Rot-Weiß legte nach einer Viertelstunde durch Bastian Wiegelmann zum 2:1 aus abseitsverdächtiger Position nach (16.). Doch Gommern steckte beide Nackenschläge schnell weg. In der 24. Minute legte Florian Mentzel uneigennützig für Bittersmann auf, der zum 2:2 einschob. Es ging weiter Schlag auf Schlag: Zwei Minuten später spielte Stridde die gesamte Rot-Weiß-Abwehr aus, scheiterte zwar am Torhüter, doch den Nachschuss versenkte Max Zimmermann zur 3:2-Führung (26.). Bei konsequenterer Nutzung der Konterchancen hätte der Vorsprung zur Pause auch höher ausfallen können.

Gleich nach Wiederbeginn hatte Mentzel großes Pech, sein Schuss ging erst an den Pfosten, dann rettete erneut der Zerbster Torhüter Ricardo Werner. Nachdem der entkräftete Stridde in der 61. Minute ausgewechselt wurde, erlitt das Eintracht-Spiel einen Bruch. Es folgten 20 Minuten Leerlauf auf beiden Seiten, Strafraumszenen blieben Mangelware. Dies änderte sich in der 77. Minute, als Mathias Reichel freistehend vor Werner scheiterte, auch der Nachschuss wurde kläglich vergeben.

In scheinbar großer Sorglosigkeit erwischten die Zerbster die Gäste durch einen Schuss von Marcel Gieseler aus 40 Metern – 3:3 (85.). Doch es sollte noch schlimmer kommen: In der 88. Minute tankte sich Bruchmüller nach klarem Foulspiel durch und erzielte den 4:3-Siegtreffer. Nicht nur in dieser Szene wirkte der junge Schiedsrichter Tobias Janke (Magdeburg) überfordert. Blieb am Ende ein schmeichelhafter Sieg der Zerbster, deren Trainer Torsten Marks anerkennen musste: "Wir haben verdammt viel Glück gehabt."

Eintracht Gommern: Baumgarten – Ferchland, Marco Reichel, Liefold (86. Kasper), Thormeier, Schumburg, Stridde (61. Mathias Reichel), Bittersmann, Mentzel, Zimmermann (83. C. Schulz), K. Schulz