Güsen/Jessen (okr). Mit einem 31:28 (12:12)-Auswärtssieg beim Jessener SV 53 hat der Güsener HC eine überaus erfolgreiche Saison in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga gekrönt. "Wir wollten einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, das haben wir geschafft. Riesen Kompliment an die Mannschaft", sagte Trainer Eric Steinbrecher, der mit Rang acht (24:24-Punkte) das beste Ergebnis seit Zugehörigkeit zur Oberliga erzielt hat.

Beim bereits feststehenden Tabellenelften in Jessen musste sich die GHC-Sieben aber mächtig strecken, um den fünften Sieg in Folge zu erzielen. "Jessen hat eine routinierte Truppe. Sie sind immer dran geblieben", sagte der Coach.

Güsen legte von Beginn an um ein bis zwei Tore vor (2:0, 5:3), lag nur beim 8:9 einmal in Rückstand. Die Gäste hatten jedoch stets die richtige Antwort parat. Zum einen lief Torhüter Tobias Beyer zu Höchstform auf (Steinbrecher: "Tobi hat uns mit seinen Paraden in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten."). Zum anderen kam Güsens Konterspiel über die schnelle Mitte wie schon in den vergangenen Spielen voll zur Geltung. "Wir sind 60 Minuten hohes Tempo gegangen." Beim 12:12-Pausenstand war jedoch die Begegnung noch völlig offen.

Auch im zweiten Abschnitt schenkten sich die Kontrahenten nichts. Viele hart geführte Zweikämpfte prägten das Geschehen auf dem Feld, "wobei es nie unfair zuging", meinte der Güsener Trainer.

Beim 18:14 und 21:17 schien der GHC eine Vorentscheidung herbeigeführt zu haben. In dieser Phase zeichnete sich vor allem Carsten Beyer mehrfach aus, der mit acht Toren zum besten Schützen avancierte.

Gleichwohl wusste Jessen auch diesen Vorsprung fast zu egalisieren (24:25, 27:28), "weil wir einige freie Würfe nicht versenkt haben". Dass es dennoch zum elften Saisonsieg reichte, lag wohl an der neu gewonnenen Cleverness der Güsener, auch einmal knappe Führungen über die Zeit zu bringen. Nach dem 31:28-Sieg war die Freude im GHC-Lager riesengroß. "Wir haben noch vor der Halle mit den Jessener Spielern gefeiert. Das hat man auch nicht überall", lobte Steinbrecher den Gegner, der an diesem Tag (fast) gleichwertig war.

Güsener HC: T. Beyer, Bretschneider – K. Haßbargen (5/1), Buchheister, Hennig (2), Teßmann (3), Hoffmann (3), C. Beyer (8), Ch. Haßbargen (5), Richter, Salomon (2), Steinbrecher, Steindorf (3)

Siebenmeter: Jessen 4/4, GHC 1/1; Zeitstrafen: Jessen 4, GHC 4 (Rot: Fabian Steindorf, 60.)