Die SG Gerwisch hatte ihre Hausaufgaben beim 3:2 (1:0)-Sieg über die SG Handwerk Magdeburg gemacht. Dennoch stehen die Blau-Weißen wohl als Absteiger der Fußball-Landesliga fest. Da Konkurrent Mechau zeitgleich gewann, müsste die SG am letzten Spieltag rein theoretisch 17 Tore aufholen, um doch noch die Klasse zu halten.

Magdeburg/Gerwisch (hpl/bjr). Trotz aller Tragik nahm die Mannschaft den bitteren Gang in die Landesklasse überaus sachlich auf: "Wir kannten das Ergebnis aus Mechau noch nicht, haben uns erstmal über den Sieg gefreut. Das kippte dann natürlich ein wenig. Doch alles in allem waren alle sehr gefasst", sagte SG-Trainer Thomas Sauer.

Bis zur ersten Chance vergingen 20 Minuten, als Handwerk-Kapitän Michael Welsch SG-Torhüter Marco Pranke prüfte. Erneut Pranke konnte sich bei einem Freistoß von Sebastian Chlasta auszeichnen (25.), ehe Denis Schönfeld per Freistoß die erste Chance der Gäste verbuchte (26.).

Handwerk-Torhüter Mathias Denecke war es, der in der nächsten Szene im Mittelpunkt stand, als er einen Ball von André Schacker prallen ließ. Im dritten Versuch landete das Spielgerät schließlich in den Armen von Denecke (36.). Derart viele Anläufe waren nicht nötig, als André Lisak einen Einwurf von Mathias Herms verlängerte und André Schacker nur noch den Fuß hinhalten musste – das 1:0 für Blau-Weiß (40.). Auf der Gegenseite musste Pranke noch einmal sein Können abrufen (45.), ehe es mit der knappen Führung in die Kabinen ging.

Nach Wiederanpfiff nutzte Welsch eine Unachtsamkeit der Gerwischer zum 1:1 (52.). Eine Doppelchance durch Maik Hoppe und Herms leitet die Schlussphase ein, die es in sich hatte.

Zunächst nahm sich Thomas Tietz aus 20 Metern ein Herz, Dennecke ließ den Ball erneut prallen, so dass Marcus-Antonio Bach zur erneuten Führung einschoss. "Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen den schnellen Torabschluss suchen. Das haben sie gut umgesetzt und auch mal aus ungewöhnlichen Lagen abgezogen", so Coach Sauer über das "Patentrezept". Im Gegenzug war Pranke gegen einen Schuss von David Berlin machtlos – 2:2 (71.), aber wieder Bach nutzte eine Unsicherheit von Denecke zum 3:2 aus. Und so trübte einzig die Rote Karte gegen Tietz (79., wegen Meckerns) ein wenig das Gesamtbild, das an diesem Tag auf Gerwischer Seite positiv war. Denn in einem war man sich bei den Blau-Weißen einig: Nach den starken Leistungen in den letzten Begegnungen verabschiedet sich Gerwisch erhobenen Hauptes aus der Landesliga. "Wir hatten lange genug Zeit, uns mit diesem Fall zu beschäftigen, das hat die Enttäuschung ein wenig aufgefangen", sagte Sauer abschließend.