Burg (rgä). Nach knapp dreiwöchiger Pause empfangen die Landesoberliga-Volleyballer des Burger VC am morgigen Sonntag um 15 Uhr den Tabellenvierten USV Halle I zum ersten Pflichtspiel des neuen Jahres. Zusätzliche Motivation werden die Burger Spieler sicher nicht mehr benötigen, gilt es doch, für eine ähnliche Überraschung wie im Hinspiel zu sorgen, als der BVC mit einem knappen 3:2-Sieg die Punkte entführte.

Taktisch sind die Hallenser längst keine Unbekannten mehr, sodass einige Angriffspunkte gegeben sind. Entscheidend wird sein, dass Außenspieler Alexander Behr schnell in die Partie findet, um der gegnerischen Feldabwehr Schwierigkeiten zu bereiten. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Zuspieler Dirk Hagendorf, der erst heute aus dem Urlaub zurückkehrt.

Das Team um Trainerin Jessyka Postolla stellt sich auf ein äußerst schwieriges Match ein. Der USC Halle wird mit Blick auf die Heimniederlage vom Oktober alles daran setzen, diesen Makel wieder zu beseitigen. Hinzu kommt in diesem Spieljahr die Ausgeglichenheit der Liga, in der es mit dem VC Bitterfeld-Wolfen nur eine echte Größe zu geben scheint. Und so wird es in der Sporthalle Burg Süd "um mehr als nur zwei Zähler" gehen, wie es BVC-Akteur Sebastian Behr ausdrückt. Mit Blick auf die "Wochen der Wahrheit" im Januar ergänzt der Außenangreifer: "Für uns ist es wichtig, aus den Heimpartien die nötigen Punkte zu erkämpfen, um am Ende einen Nichtabstiegsplatz zu belegen."

So ein bisschen ist das Spiel gegen die Gäste von der Saale auch als Sprung ins kalte Wasser zu betrachten, konnte doch die Burger Mannschaft im neuen Jahr erst eine Trainingseinheit absolvieren. Und auch diese stand lange Zeit auf der Kippe. Der besondere Dank von Coach Postolla gilt daher vor dem Spiel der Burger Stadtverwaltung, "die uns am Dienstag trotz Schließzeit in die Halle ließ, damit wir doch eine gewisse Vorbereitung auf die Heimpartie haben".

Vorbereitung hin oder her – wie so oft dürfte morgen wohl die Tagesform entscheidend sein. Sollte diese auf Seiten der Burger stimmen und der Start gegen den USV gelingen, ist ein Sieg gegen den Tabellennachbarn aus der Saalestadt alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit.