Burg (fna). Klatschende Zuschauer, rhythmisches Trommeln, singende Auswechselspieler, die sich tanzend warm hielten: Das Punktspiel des Burger VC gegen den Tabellennachbarn USV Halle erinnerte gestern Nachmittag mehr an eine große Party als an eine Partie in der Volleyball-Landesoberliga. Die gute Stimmung bremste auch der Satzverlust nicht. Der BVC behielt mit 3:1 (25:18, 25:22, 22:25, 25:19) die Oberhand. "Ein guter Auftakt ins neue Jahr und ein wichtiger Sieg für den Klassenerhalt", freute sich Jessyka Postolla, die Trainerin.

Ausschlaggebend war wohl die größere Variabilität im Angriff, wenngleich Postolla ihre Schützlinge mit Nachdruck darauf hinweisen musste, "endlich mal wieder Linie zu schlagen". Im dritten Satz hatte sich der USV nämlich auf die zuvor starken Alexander Behr und Georg Blum eingestellt. Libero André Apel hielt einige Bälle mit teilweise artistischen Einlagen im Spiel. Zudem punkteten Ralf Sieber und David Gratius, Halles stärkste Angreifer, regelmäßig. Das Team sicherte sich den Durchgang mit 25:22.

Davon ließ sich Burg aber nicht aus der Ruhe bringen. Die Annahme, die das gesamte Spiel über sehr stabil war, brachte die Bälle sicher nach vorn und ebnete so den Weg für ein gutes Angriffsspiel. Zudem steigerte sich der Block, der sich erst mit Kevin Jasper und Dirk Hagendorf gegen Gratius und dann mit Dennis Raab gegen den Hinterfeldangriff von Herschbach zur scheinbar unüberwindbaren Mauer entwickelte – Burg führte mit 14:8. Und spätestens als Halles Trainer Axel Göbel beim 20:14 seine Sachen in seinen Rucksack packte, war die Partie entschieden. Burg gewann mit 25:19, nachdem Jasper mit seinem Angriff über die Mitte eine kurze Durststrecke von fünf vergebenen Punkten beendete.

In den ersten beiden Durchgängen konnte der Gastgeber durch gute Aufschläge das schnelle Spiel des USV durch die Mitte oder auf Außen unterbinden. "Halle hat nur langsam ins Spiel gefunden", hatte Postolla beobachtet. Zudem punkteten Raab und Jasper regelmäßig über Mitte. Das Team erarbeitete sich somit frühzeitig eine kleine Führung und behauptete diese jeweils bis zum Ende.

Mit diesem Erfolg hat Burg eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Ligaverbleib. Nun soll in der kommenden Woche beim HSV Medizin Magdeburg und 14 Tage später gegen den USV Halle II nach-gelegt werden. Bei zwei Siegen würde die Party in den verbleibenden Spielen wohl erst richtig losgehen.

Burg: Raab, Fischer, A. Behr, Hegendorf, S. Behr, Prellwitz, Jasper, Müller, Graßhoff, Sawallisch, Blum, Malter

Halle: Herschbach, Sieber, Gratius, Liebing, Simula, Bach, Rühl, Apel