Die Hinrunde des SV Eintracht Gommern glich einer Berg- und Talfahrt. Nach dem Trainerwechsel – Dorian Reichelt löste Thomas Wilke ab – vollzog das Team in der Fußball-Landesklasse 2 einen schwachen Saisonstart. Doch der letztjährige Vizemeister legte noch rechtzeitig den Schalter um und arbeitete sich dank einer fulminanten Siegesserie in die Spitzengruppe der Liga vor (3.).

Gommern (vwo/okr). Mit dem neuen Trainer sollten auch neue Spieler den Kader verstärken. Doch die jungen Peter Ferchland und Felix Gnensch hatten zu Beginn noch Anpassungsschwierigkeiten. Schwerer wog jedoch die Tatsache, dass die Leistungsträger des Teams im Formtief steckten und die Suche nach dem richtigen System Zeit beanspruchte. Und auch die Tatsache, dass mit Kevin Schulz, Marko Reichelt und Marc Kasper drei Stützen der Mannschaft verletzt ausfielen, trug zum Gommeraner Fehlstart bei.

Entsprechend musste Trainer Reichelt, der häufig auf teambildende Maßnahmen (Kletterausflug, gemeinsame Essen) setzte, personell immer wieder umstellen. Erst ab dem fünften Spieltag und dem 4:1-Heimsieg gegen den SV Irxleben kam das gewohnt starke Offensivspiel der Eintracht zum Tragen, auch weil die "Knipser" Florian Mentzel und Kapitän Marko Bittersmann (je neun Tore) wieder trafen. Hinzu kam, dass Mathias Reichel sein Formtief überwunden hatte und hinter den Spitzen beziehungsweise auf der Außenbahn effektiver agierte. Zudem gewann die Abwehr um den immer stärker werdenen Christopher Schumburg an Sicherheit. Bestnoten verdiente sich außerdem Stefan Kunitschke. Alle anderen Spieler haben noch Reserven.

Die Folge war, dass die Eintracht zehn Punktspiele in Folge ungeschlagen blieb. Vorläufiger Höhepunkt war der 5:1-Erfolg im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Zerbst. Und auch im Kreispokal zog Gommern unbehelligt ins Viertelfinale ein.

In Sachen Fair Play hat sich die Mannschaft etwas verbessert, kassierte 29 Gelbe Karten, zwölf davon wurden wegen Meckerns oder Ballwegschlagens verhängt. In der Zuschauergunst (Schnitt 94) liegt Gommern im Ligavergleich auf Rang sechs. Positiv wirkte sich auch der Einsatz der neuen Physiotherapeutin Theresa Gerlach aus, die jeden Donnerstag die Jungs für die Spiele fitmacht.

In der Winterpause kam noch etwas Bewegung in den Kader. Nach seiner langen Verletzungspause kehrte Guido Möbius zu seinem Heimatverein TSV Kleinmühlingen/Zens zurück. Dafür wechselten mit Christian Kloska und Daniel Stridde zwei hochtalentierte Spieler vom SV Germania Nedlitz an die Ehle. Sie wollen versuchen, sich einen Stammplatz zu erkämpfen, deuteten ihr Potenzial bereits in den Testspielen an.

Am 12. Februar kommt es dann gleich zum "Schlüsselspiel" zu Hause gegen den großen Staffelfavoriten FSV Barleben. Nur bei einem Sieg könnte die Eintracht vielleicht doch noch in den Titelkampf eingreifen.

Die Mannschaft hofft zudem, dass sie in der Rückrunde von großen Verletzungen verschont bleibt und dass die verletzten Marko Bittersmann, Kevin Schulz und Marko Reichel wieder in den Kader zurückkehren. Die Spieler dankten den treuen Fans und der medizinischen Abteilung für die Unterstützung.