Biederitz (bjr). Es war ein Wochenende zum Vergessen für den DJK Biederitz in der Tischtennis-Oberliga Nordost. Zum Start in das neue Jahr hatten sich die Biederitzer am Sonnabend viel vorgenommen, um das Unterfangen "Klassenerhalt" so früh wie möglich in trockene Tücher zu bringen. Stattdessen steckt der DJK nach dem Doppelspieltag gegen die Reinickendorfer Füchse II und den TTC Börde Magdeburg nun aber ungleich tiefer im Schlamassel.

Zunächst gastierte die Reserve der Reinickendorfer in der Ehlehalle. Unglücklich verloren die Hausherren das Spiel mit 5:9 gegen die Berliner. Doch später stellte sich heraus, dass die dreieinhalbstündige Mühe noch mehr vergebens war. Da die Biederitzer die Doppel falsch aufstellten, wurde das Spiel im Nachhinein kampflos mit 9:0 für die Füchse gewertet.

Im Derby gegen den TTC Börde sollte dann am Abend die Scharte wieder ausgewetzt werden. Nachdem der DJK zwischenzeitlich mit 8:6 führte, glaubten die rund 120 Zuschauer in der Ehlehalle bereits an ein gutes Ende für ihre Heimmannschaft. Da jedoch Marek Konieczka im unteren Paarkreuz der zweiten Einzelrunde patzte und auch das entscheidende Doppel an die Magdeburger ging, waren es die lautstarken Börde-Anhänger, die das 8:8 am Ende wie einen Sieg feierten.

Doch auch nach diesem Spiel gab es reichlich Diskussionsbedarf bei den Biederitzern. Die Spiele im mittleren Paarkreuz der beiden Einzelrunden wurden in verkehrter Reihenfolge gespielt. Da jedoch der Oberschiedsrichter ohne Rückfrage auf dem Spielformular ein Kreuz unter "kein Protest" machte, ist dieser nachträglich nicht möglich. Beim DJK fühlt man sich nun um den Sieg gebracht, da bei richtiger Reihenfolge aus Biederitzer Sicht ein anderer Spielausgang möglich gewesen wäre – das Ende eines wahren "Chaostages".