Drei Heimspiele stehen in dieser Spielzeit für die Landesoberliga-Volleyballer des Burger VC 99 noch auf dem Programm. In zweien davon – so die Burger Rechnung zur Etablierung in der Liga – soll ein Sieg her. Eines der beiden Matches steht heute Nachmittag um 16 Uhr gegen den USV Halle II an. Wahrlich keine leichte Aufgabe, gastiert doch ein mit viel Routine ausgestatteter USV in der Sporthalle Burg-Süd. Nach der unerwarteten Pleite bei Medizin Magdeburg vor zwei Wochen steht der BVC zudem zusätzlich unter Druck.

Burg (rgä). Trainerin Jessyka Postolla jedenfalls weiß, was sie von ihrer Mannschaft heute Nachmittag erwartet: "Ich will eine geschlossene Teamleistung sehen, bei der sich jeder voll reinhängt und alles gibt. Spielerisch müssen wir zulegen und die Jungs müssen sich an die taktischen Vorgaben halten. Jetzt gilt es, nicht den Kopf in den Sand zu stecken." Dass das Spiel kaum zusätzliche Brisanz erfordert, beweist der Blick auf die Tabelle. Der BVC belegt mit 12:12-Zählern Rang vier. Einen Platz dahinter rangieren die Saalestädter mit 12:14-Punkten.

Zu hoffen bleibt, dass die Burger Mannschaft die zweiwöchige Pause effektiv genutzt hat, um den Kopf wieder frei zu bekommen und den Blick nach vorn zu richten. Mit einem Erfolg an diesem Spieltag könnte der BVC in ruhigeres Fahrwasser gelangen und sich ein kleines Polster vor den nächsten schweren Aufgaben verschaffen. Da in diesem Jahr das Mittelfeld von Platz drei bis neun reicht, ist der Ausgang noch nicht absehbar.

Gegen die "Alten Herren" des USV müssen die Volleyballer des Burger VC 99 von der ersten Minute an hellwach sein. Eine besondere Rolle kommt dabei auf den Zuspieler Dirk Hagendorf zu, er muss mit "Köpfchen" spielen und variabel seine Angreifer einsetzen. Die Stärke von Alexander Behr im Angriff ist jedem Team der Liga bekannt, so dass auch der heutige Kontrahent seinen Aktionsradius immer wieder mit einen Doppelblock einzuengen versuchen wird.

Somit ergibt sich für den Zuspieler die Möglichkeit, die auftretenden Freiräume mit einem schnellen Pass über die Mitte erfolgreich zu nutzen. Dies ist aber nur eine Variante. Wichtig wird auch die Blockwirkung sein. Bisher gelang es den Burger Blockspielern, zu Hause so manchen Angreifer verzweifeln zu lassen. Um erfolgreich zu sein, gilt es, die eigene Fehlerquote niedrig zu halten. Der BVC muss nicht zwangsläufig Asse im großen Stile schlagen, sondern die Hallenser nur zu einer nicht optimalen Annahme zwingen.

Fakt ist: Die Burger Volleyballer müssen zu Hause demonstrieren, dass sie dazugelernt haben gegenüber ihrer ersten Saison in der Landes-oberliga.

Bilder