Biederitz/Berlin (okr). Der DJK Biederitz bleibt in der Tischtennis-Oberliga seiner Linie treu und präsentiert sich als unberechenbare Größe. Geriet der Aufsteiger in der Hinrunde nach zahlreichen Niederlagen in akute Abstiegsgefahr, hat das Team spätestens nach seinem Berlin-Ausflug am Sonntag den Spieß umgedreht. "Uns ist eine riesen Last von den Schultern gefallen", sagte Kapitän Marcus Schmidt nach den zwei 9:2-Erfolgen bei Hertha BSC III und dem ttc eastside Berlin.

Mit diesen Siegen katapultierten sich die Biederitzer vorläufig nicht nur auf Platz zwei (19:15-Punkte), sondern näherten sich ihrem großen Ziel Klassenerhalt mit großen Schritten. "Zu 80 Prozent sollten wir es geschafft haben, aber in dieser Liga ist alles möglich", sagte Schmidt.

Er und seine Mitspieler scheinen nach der intensiven Vorbereitung im Winter endgültig zu einer Einheit zusammengewachsen zu sein. "Das, was ich in der Hinrunde immer gefordert hatte, dass jeder seine volle Leistung abrufen muss, ist jetzt eingetreten", so die Nummer vier des DJK. Beleg für seine Aussage war der Auftritt aller drei Doppel, die in beiden Partien erneut ungeschlagen blieben. Durch die jeweilige 3:0-Führung "war der Wille der Berliner Kontrahenten früh gebrochen". Zudem ließen alle Spieler auch in den Einzeln nichts anbrennen.

Gegen Hertha BSC mussten nur Schmidt und Eric Osbar eine Niederlage hinnehmen, alle anderen stellten die Weichen frühzeitig auf Sieg. Vor allem Radoslaw Kulczycki spielte an Nummer eins entfesselt auf, deklassierte beispielsweise sein Berliner Pendant, Jan Hermann, der immerhin zweitligaerprobt ist, im ersten Satz mit 11:0 (3:0-Sieg).

Wenige Stunden später setzte sich der Biederitzer Höhenflug beim ttc eastside Berlin fort. Dabei spielte sich ein anderer in den Vordergrund: Eric Osbar. Mit zwei Einzelsiegen legte die Nummer zwei den Grundstein für den 9:2-Erfolg. "Eric hat seine beste Saisonleistung gezeigt und bewiesen, dass er eine echte Verstärkung ist", sagte Schmidt. Und auch Ersatzmann Andrzej Wojtasik, der an Nummer sechs für den verletzten Tomasz Marciniak (Rückenprobleme) eingesprungen war, steuerte einen Punkt bei.

Nach vier Siegen innerhalb von zwei Wochen pausiert der DJK nun bis zum 5. März. Bis dahin kann die Konkurrenz, die teils bis zu vier Spiele weniger absolviert hat, aufschließen. "Der Druck liegt bei den anderen", so Schmidt erleichtert.