Burg (gth). In der 1. Handball-Nordliga der Männer gewann die SG Fortschritt Burg am Sonnabend gegen den VfB Klötze mit 22:18 (8:6). Bester Burger Werfer war Jörg Wichmann mit neun Toren. Nach der 22:36-Pleite in Osterburg wollten die Burger in der voll besetzten neuen Sporthalle Wiedergutmachung betreiben, doch die Zuschauer bekamen Handball zum Abgewöhnen geboten.

Die Gäste gingen durch einen Strafwurf mit 1:0 in Führung. Es dauerte bis zur zehnten Minute, ehe die Burger das Blatt zum 2:1 wendeten. Nach dem 2:2 erhöhte Fortschritt in der 15. Minute auf 4:2, ehe dem VfB wieder der 4:4-Ausgleich (20.) gelang. Danach brachten drei Tore in Folge die SG mit 7:4 in die Vorhand. Doch auch das brachte keine Sicherheit, so dass Klötze wieder auf 6:7 verkürzte. Die Burger hatten es einer guten Abwehr und einem ganz starken Torhüter Christian Bünger zu verdanken, dass es mit einem 8:6 in die Pause ging. Jede Menge vergebene Chancen und technische Fehler am laufenden Band sorgten für diese Torarmut. Es kann eigentlich nur besser werden, war der einhellige Ton der Zuschauer.

Doch Fortschritt verschlief den Beginn der zweiten Halbzeit völlig. So lag der VfB in der 33. Minute mit 9:8 vorne. Nach dem 11:10 für Fortschritt ging Klötze, das ebenfalls keine Bäume ausriss, in der 42. Minute sogar mit 13:11 in Führung. Die einzigen guten fünf Minuten des Spiels ließen die Burger mit sechs Toren in Folge auf 17:13 (47.) davonziehen. Doch wer nun glaubte, das Spiel sei gelaufen, der sah sich getäuscht. Die Gäste kamen in der 50. Minute wieder auf 16:17 heran.

Bis zwei Minuten vor Schluss war beim 20:18 immer noch nichts entschieden, ehe Steffen Bretschneider und der einzig starke Feldspieler Jörg Wichmann für den 22:18-Endstand sorgten. Spielmacher Nicky Titsch meinte nach dem Spiel, dass er so ein grottenschlechtes Spiel in seiner gesamten Laufbahn noch nicht erlebt hatte. Vor allem der Ausfall von Mathias Lange machte sich bemerkbar. Nun heißt es, dieses Spiel ganz schnell zu vergessen, denn am kommenden Sonnabend kommt mit dem FSV Magdeburg im Nordcup ein ganz anderes Kaliber nach Burg.

Fortschritt Burg: Bünger, Gerlach – Rochow, Mache (3), Bretschneider (4/1), Titsch (2), Ebert, Wagner, Wöhe (3), Brückner (1), Wichmann (9/4), Weigel