Landsberg/Güsen (okr). Alles gegeben und doch chancenlos – der Güsener HC unterlag am Sonntag beim Spitzenreiter der Sachsen-Anhalt-Liga, Landsberger HV, mit 28:33 (11:15) und muss sich in der Tabelle nun wieder nach unten orientieren (9.). "Der Gegner war in der Abwehr zu stark. Trotzdem Kompliment an meine Truppe, die nie aufgegeben hat", sagte GHC-Trainer Eric Steinbrecher.

Angesichts der desolaten Anfangsphase der Partie hätten die Güsener, die auf Kevin Haßbargen und Carsten Beyer verzichten mussten, beim starken Liganeuling ein Debakel erleben können. "Wir wurden zu Beginn förmlich überrollt", sagte der Coach, der bereits nach vier Minuten beim Stand von 0:5 eine Auszeit nahm. Diese zeigte zunächst keine Wirkung (3:10, 15.), agierte der GHC nervös und leistete sich viele technische Fehler. Erst als die Gäste in der Abwehr offensiver zu Werke gingen und die Rückraum-Shooter des LHV stärker beschatteten, trat Besserung ein. Mit einem 8:5-Lauf verkürzte Güsen den Rückstand zur Pause auf vier Tore (11:15).

So hätte es nach dem Willen des Trainers weitergehen sollen, "aber auch den Start der zweiten Halbzeit haben wir verpennt", berichtete Steinbrecher. Landsberg erhöhte schnell auf 22:15, war zudem in der engmaschigen 6-0-Abwehr nur aus dem Rückraum zu bezwingen. In diesem mühten sich Christian Haßbargen (acht Tore) und Chris Hoffmann (elf Tore) redlich und brachten Güsen nochmals auf 19:23 heran. "Wenn wir in dieser Phase unsere zwei Konter nutzen, wird es nochmal spannend", so der Trainer, dem hinten heraus die Alternativen auf der Bank fehlten.

So blieb es beim Fünf-Tore-Vorsprung der Gastgeber, die in dieser Form erster Titelanwärter sind. Der GHC muss dagegen aufpassen, nicht doch noch in Abstiegsnöte zu geraten. "Es bleibt eng. Wir müssen jetzt eine Schippe drauflegen, werden die Spielpause nutzen und hart trainieren", so Steinbrecher.

Güsener HC: Bretschneider, T. Beyer – Müller, Buchheister, Richter, Teßmann (4), Hoffmann (11), Ch. Haßbargen (8), R. Klewe (1), Geue, Salomon (2), Steindorf (2)