Genthin/Magdeburg (ier). Am Wochenende fanden die Judo-Landeseinzelmeisterschaften der Frauen U 17 und U 20 in Magdeburg statt. Der Genthiner JC ging in der U 17 mit Jessica Herzog und Johanna Jacob an den Start. Beide konnten als ältester Jahrgang auch bei den Frauen U 20 starten. Hier schickte der Verein noch Julia Hellwig und Sophie Nedwidek ins Rennen.

Alle lösten ihre Aufgaben recht gut. Johanna, die als Quereinsteigerin ja erst seit einem Jahr Judosport betreibt, besaß natürlich noch nicht die nötige Kampferfahrung. Sie hielt aber gut gegen und machte es ihren Gegnerinnen doch schwer. Am Ende belegte sie Platz fünf.

Jessica hatte einen sehr guten Tag erwischt. Sie musste viermal auf die Matte, welche sie jedes Mal vorzeitig als Siegerin verlassen konnte. Zur Freude ihrer Trainerin Ines Ernst beendete sie drei Kämpfe mit einer Würge, da dies ihre Lieblingstechniken im Bodenkampf sind – Rang eins.

Beide Sportlerinnen gingen zudem in der U 20 an den Start. Hier musste sich Johanna nur ihrer Vereinskollegin Sophie Nedwidek stellen. Sophie, schon ein "alter Hase" in dieser Altersklasse, machte nach 30 Sekunden den Sieg perfekt.

In der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm gingen dann Julia Hellwig und Jessica Herzog an den Start. Julia erwischte das bessere Los und konnte recht schnell ins Finale einziehen. Auch Jessica startete mit einem tollen Sieg. Beim Finaleinzug musste sie sich Ines Dietrich aus Halle beugen und in der Trostrunde dann um die Bronzemedaille kämpfen. Hier konnte sie dann wieder überzeugen, so dass sie sich ihre zweite Medaille erkämpfte. Eine überragende Leistung an diesem Tag. Ihr Verein wünschte ihr ein genauso gutes Händchen bei den Mitteldeutschen Meisterschaften am 12. Februar in Schmölln.

Julia stand dann der Hallenserin im Finale gegenüber. Sie machte vier Minuten alles richtig, sowohl im Griffkampf als auch technisch. Der Kampf ging in der Verlängerung. Von den Anfeuerungsrufen der Genthiner beflügelt, zauberte sie dann einen tiefen Schulterwurf, ihre Spezialtechnik, und wurde mit Gold belohnt.