Biederitz (ihe). Mit einer vermeidbaren 23:27 (12:15)-Niederlage beim VfB Klötze sind die Handballer des SV Eiche Biederitz seit Sonn-abend wohl endgültig in der 2. Nordliga angekommen. Steffen Gericke steuerte vor 80 Zuschauern sechs Treffer bei.

Den schon fast obligatorischen Fehlstart legte die Biederitzer Reserve auch in der Altmark hin. So führte der VfB ohne großen Glanz trotz früher Auszeit der Biederitzer nach neun Minuten mit 7:0 (!). Die Gäste kamen ganz einfach nicht in die Partie und hatten erhebliche Probleme mit dem Ball, Geläuf und Gegner. Den Bann brach schließlich Gericke vom Siebenmeterpunkt, ehe Sven Hebestreit zwei weitere Treffer zum 3:7 folgen ließ. Im weiteren Verlauf bissen sich die Biederitzer nun in die von Kampf geprägten Partie und bekamen den nicht gerade berauschend auftretenden Gastgeber mit wacher Abwehr in den Griff. Sebastian Rabe und Marian Winkler verkürzten zum 6:9, ehe Matthias Krüger und erneut Gericke vom Punkt zum 10:11 erfolgreich waren. Nach dem 11:11-Ausgleich zeigte sich der VfB leicht erholt und nutzte dies zum 13:11. Mit einer 15:12-Führung ging die Altmarkvertretung schließlich in die Kabinen, da die Gäste etwas die nötige Geduld verließ.

Nach Wiederbeginn zeigten sich die Gäste zunächst wacher und schafften beim 16:16 (35.) den erneuten Ausgleich. Nachdem Winkler und Gericke zum 18:16 einnetzten, rechneten viele Zuschauer mit der endgültigen Wende. Doch die mit nur einem Wechselspieler angereisten Gäste bekamen einfach keine Konstanz in ihre Angriffe und luden die Hausherren mit zahlreichen Fehlern in Angriff und vor allem Abwehr zum Torewerfen ein. Diese wussten dies vor allem in Person von Mirko Böhlen und Stefan Philipp wiederholt zu nutzen, was die erneute Führung der Einheimischen zur Folge hatte (19:18, 22:20).

Beim 22:23 hatten sich die SVE-Männer zwar noch einmal herangekämpft, mussten aber ihrem kleinen Kader zunehmend Tribut zollen. Auch die Leistungen der Schiedsrichter passten sich der bescheidenen Vorstellung beider Teams an, wobei beide Mannschaften unter diesem Aspekt zu leiden hatten. Am Ende setzten sich die Gastgeber nicht unverdient mit 27:23 durch und sind ihrem Ziel Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen. Ganz anders sieht dies auf Seiten der Biederitzer aus, deren möglicher Ligaverbleib wohl nur noch rechnerischer Natur ist.

"Der frühe hohe Rückstand war spielentscheidend, weil uns die Aufholjagd die nötigen Körner für den Schlussabschnitt gekostet hat", befand der SVE-Trainer Ingo Heitmann ernüchtert nach dem Schlusspfiff.

Eiche Biederitz II: Regener, Rösel – Winkler (4), Gericke (6/5), Rabe (3), Bahr (2), M. Krüger (3), Holzgräbe (1), Hebestreit (4)

Zeitstrafen: Klötze 4, Biederitz 9

Siebenmeter: Klötze 6/5, Biederitz 7/5