Niederndodeleben ( ihe ). Auch im dritten Anlauf hat es nicht sollen sein : Die Handballerinnen des SV Eiche 05 Biederitz haben das dritte Finale in Folge im Nordcup verloren. Nach ansehnlicher erster Hälfte ( 15 : 14 ) mussten sie sich schließlich noch mit 26 : 33 dem Meister und Oberliga-Aufsteiger SV Irxleben geschlagen geben. Cindy Heitmann war mit sechs Toren vor 90 Zuschauern beste Schützin ihres Teams.

Nach nur kurzer Abtastphase ( 2 : 2 ) fanden die Irxleberinnen zunächst besser in die Partie und legten eine 5 : 2-Führung nach acht Minuten vor. Danach kamen die Biederitzerinnen zwar zu Torerfolgen, doch entsprangen diese zumeist Einzelaktionen. Der Nordliga-Meister hingegen legte die bessere Spielanlage an den Tag und führte nach 18 Minuten bereits mit 10 : 5. Dies war aber auch der Schwäche der SVE-Damen vom Strafwurfpunkt geschuldet, dreimal hatten sie bis zu diesem frühen Zeitpunkt bereits gesündigt. Doch endlich spielten auch die Biederitzerinnen mit und beeindruckten den Favoriten mit schnellen Toren von Cindy Heitmann und Nina Bublitz zum 9 : 10-Anschluss. Zuvor traf Marielle Hübener per Siebenmeter zweimal sicher. Nach dem 11 : 9 des SVI waren es wiederum Heitmann und Bublitz, die sich für den 11 : 11-Ausgleich verantwortlich zeigten. Dem 13 : 13 durch Kreisläuferin Kerstin Lincke ließ Bublitz mit einem Doppelschlag sogar das 15 : 13 folgen, ehe Christa Arendt für den 15 : 14-Pausenstand sorgen konnte.

In den zweiten 30 Minuten verwarf dann Janina Lange beim Stand von 16 : 16 bereits den fünften Strafwurf für die Biederitzerinnen. So konnte der SVI durch Jessica Stolz und Kerstin Lincke das 18 : 16 folgen lassen. Zwar traf Lange noch zum 18 : 17, doch sollte dies der letzte Treffer Eiches für längere Zeit sein. Irxleben setzte sich vorentscheidend auf 23 : 17 ( 46. ) ab. Nach dem 25 : 19 durch die erfolgreichste Werferin des SVI, Jessica Reß ( zehn Tore ), verlor das SVE-Team erst Janina Lange mit roter Karte und wenig später auch Franziska Swoboda nach dritter Zeitstrafe. Damit war der Biederitzer Mittelblock gesprengt und ein Zurückkehren in die jederzeit hart umkämpfte Begegnung nahezu unmöglich. Sandra Tuchen, die insgesamt vier Strafwürfe abwehren konnte, verhinderte in dieser Phase Schlimmeres. So verteidigte der SV Irxleben dennoch souverän seinen Vorsprung und profi - tierte dabei vom durchweg abgeklärteren Auftreten in allen Bereichen. Die Schützlinge um Trainerin Elke Wiedon gaben zwar nicht auf, mussten jedoch am Ende eine schmerzliche, aber verdiente 26 : 33-Finalniederlage einstecken.

Für den negativen Höhepunkt sorgte einmal mehr der Irxleber Coach Thomas Görlich, der 25 Sekunden vor Abpfi ff sein Team zur Auszeit bat und in dieser vorab Jubelszenen seiner Spielerinnen anheizte. Diese sich wiederholende Unsportlichkeit des Verantwortlichen quittierten die zirka 40 mitgereisten Biederitzer Zuschauer mit einem gellenden Pfeifkonzert, und auch das vielbeschäftigte Schiedsrichtergespann Trumpf / Trumpf aus Rohrberg hatte dafür nur ein müdes Kopfschütteln übrig.

Trotz allem bleibt anzumerken, das der SV Irxleben, der wie die Biederitzerinnen auch in der nächsten Spielzeit im HVSA-Pokal an den Start geht, völlig verdient aus dem Finale als Sieger hervorging und auch während dieser 60 Minuten seine Ausnahmestellung in der Nordliga eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte.

" In der ersten Hälfte haben wir nach Startschwierigkeiten gut agiert und über den Kampf in das Spiel gefunden. Im zweiten Abschnitt haben uns Undiszipliniertheiten unseren wichtigen Mittelblock gekostet. Auch im Angriff haben wir uns dann immer die größten Gegenspielerinnen ausgesucht ", zeigte sich die Biederitzer Trainerin Elke Wiedon nach dem Schlusspfi ff enttäuscht.

Biederitz : Hesse / Tuchen / Fleischer – Bublitz ( 5 ), Götze, Beer ( 2 ), Richter, Swoboda ( 1 ), Schütze ( 3 ), Stechbarth ( 2 ), Hübener ( 4 / 3 ), Heitmann ( 6 ), Lange ( 3 / 1 ), Wegener

Irxleben : Schöneck / Kling – Bethmann ( 1 ), Zornemann ( 3 ), Arendt ( 2 ), Zunkel ( 4 ), Liebke ( 1 ), Stolz ( 3 ), Reß ( 10 / 7 ), Wolfram ( 4 ), Lincke ( 5 )

Zeitstrafen : SVE 6 – SVI 3, Rot : Janina Lange, Franziska Swoboda ( 3 x 2 / beide Biederitz )