Blau-Weiß Loburg hat vier Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Kreisliga Süd seine Tabellenführung gefestigt, nach dem 3:1-Erfolg im Nachholspiel gegen Hohenwarthe I reicht dem Team noch ein Sieg zum Aufstieg in die Kreisoberliga.

Jerichower Land (tha/pko/bbu/sbu/dhü). Über ein Unentschieden, trotz vieler Chancen, kamen dagegen der Stegelitzer SV und der Wörmlitzer SV vor heimischem Publikum nicht hinaus. Dem Karither SV gelang ein klarer Auswärtssieg beim Vorletzten Gehrden II.

Stegelitzer SV 94 – Niegripp II 1:1 (0:0)

In einer über weite Strecken niveauarmen Partie zeigte der Stegelitzer SV eine seiner schlechtesten Saisonleistungen und musste sich mit einem Punkt zufrieden geben. Die jungen Niegripper konzentrierten sich zunächst auf die Defensive und ließen dem SSV wenig Raum für Angriffe. Stegelitz mangelte es an Genauigkeit im Aufbau und der nötigen Ruhe am Ball. Die wenigen Chancen vergaben Michalak per Kopf und Saage.

In der Folge wurden die Gäste mutiger. Nach einer scharfen Eingabe lenkte SSV-Verteidiger Hannemann den Ball an die Latte und vereitelte damit die beste Niegripper Gelegenheit.

Auch in Halbzeit zwei boten beide Teams nur Magerkost. Symptomatisch führte in der 48. Minute ein Patzer von Niegripps Torwart Heilmann, dem ein Flankenball durch die Hände rutschte, zum 1:0 durch Spiegler. Doch selbst der Führungstreffer brachte keine Sicherheit ins Spiel der Heimelf. Anstatt den zweiten Treffer nachzulegen, bettelte Stegelitz insbesondere in der Schlussphase förmlich um ein Gegentor. Nachdem zunächst der Abseitspfiff den Ausgleich noch verhinderte, besiegelte Routinier Böwe in der 90. Minute die Punkteteilung.

Stegelitz: Diestau – Hannemann, S. Riedelbauch, S. Baumann, Schulze – Spiegler, C. Gerlach, Stöwesand, J. Gerlach (55. Franke) – Michalak (64. A. Baumann), Saage (90. Kirstein)

Niegripp: Heilmann – Viebig, Komin (89. Damczyck), Eichler, Siemke, Barsch (60. Kurras), Hoger (25. Böwe), Kubber, Breßler, Ackmann, Neugebauer; SR: Heiko Pinnecke (Loburg)

Wörmlitzer SV – Heyrothsberge II 1:1 (0:1)

Die zahlreichen Zuschauer sahen zwei Mannschaften, die sich auf Augenhöhe ein intensives, insbesondere in der zweiten Halbzeit mit großer Laufbereitschaft geführtes Spiel lieferten. Beide hatten den vierten Tabellenplatz nach dem Schlusspfiff ins Visier genommen, taten sich aber zunächst schwer, in die Partie zu finden.

Der WSV hatte von Beginn an auf seiner Youngster gesetzt, die sich jedoch zunächst nicht entscheidend durchsetzen konnten. Auch die Gäste blieben immer wieder in der Abwehr des WSV hängen. In der 15. Minute fiel jedoch die überraschende Führung für Union Die Wörmlitzer brachten den Ball nicht rigoros aus der Gefahrenzone, ein eher harmloser Schuss landete abgefälscht und deshalb unhaltbar für Patric Busse im Tor.

Ein schöner Spielzug nur zwei Minuten später brachte die Chance zum Ausgleich: Nach seinem Dribbling legte Philipp Redmann auf für Aron Dieckmann, dessen Schuss vielbeinig abgelenkt wurde. Nach der anschließenden Ecke von Maik Schütze setzte Ronny Haberland freistehend nur halbherzig zum Kopfball an und zog den Ball über die Latte. Während die Gäste munter mitspielten, aber die WSV-Abwehr in relativer Ruhe ließen, hatte Daniel Müller noch eine riesen Chance (35.) nach Vorarbeit von Sebastian Ohle über die linke Seite, doch Müllers tollen Schuss hielt Bannier im Gästetor bravourös.

Die zweite Halbzeit forderte sowohl von den Akteuren als auch von den Zuschauern alles ab, denn beide Mannschaften boten auf ihre Weise ein rasantes Spiel. Der WSV kam langsam auf Touren, die Gäste hielten dagegen. In der 67. Minute hatte Stefan Kollek seinen großen Auftritt, als er in halblinker Position einen brillanten Freistoß unhaltbar in den rechten oberen Dreiangel wuchtete – 1:1. Mit der Hereinnahme von Sven Schalnas und Conny Seidler begann der unbändige Sturmlauf der Gastgeber. Kollek trieb das Team von hinten an, und der sehr gute Aron Dieckmann dirigierte das Spiel aus dem Mittelfeld. So boten sich die Chancen fast im Minutentakt. Was allein fehlte, war das Quäntchen Glück, den Ball über die Torlinie zu bringen. So strich ein toller Schuss von Kollek (73.) knapp am Pfosten vorbei, auch Redmann hatte mit seinem Heber (81.) Pech, als der Ball nur die Querlatte streifte.

Während Keeper Busse in der zweiten Hälfte nur noch einmal richtig zupacken musste, hatten die Gästeabwehr und Bannier alle Hände voll zu tun, ihren Kasten sauber zu halten. In einer wohltuenden Atmosphäre, sowohl auf als auch neben dem Feld, blieb es nach dem schönen Spiel beim 1:1, allerdings hätte sich der WSV einen Sieg verdient gehabt.

WSV: Busse – S. Kollek, Haberland, Köppe, Strohbecke, Schütze (Seidler), Dieckmann, Ohle, L. Kollek, Müller (Schalnas) Redmann

Heyrothsberge: Bannier – Böhme, Fischer, Hoffmann, Mittelstedt, Zimmer, Doberkau, Kunze, Schumburg, Müller, Rost

Gehrden II – Karither SV 0:3 (0:1)

Die Gäste übernahmen von Beginn an die Initiative. In der vierten Minute stand nach einer Flanke von Marcel Lerche beim Kopfball von Tobias Ölschläger noch der Pfosten im Wege. Der KSV machte Druck, drängte auf das Tor der Gastgeber. Einen Fernschuss von Lerche musste Keeper Lippert prallen lassen, und Ölschläger staubte in der 28. Minute zur verdienten Führung für die Gäste ab. Gehrden war bemüht, nach vorn zu spielen, blieb aber immer wieder in der Defensive hängen.

Nach einem Anspiel von Burow auf Kevin Maletzki legte dieser mustergültig auf Michael Maletzki ab, der in der 51. Minute auf 2:0 erhöhte. In der 60. Minute musste KSV-Keeper Uwe Scharnowski sein ganzes Können aufbieten, um die Null festzuhalten. Ein gut aufgelegter Burow erhöhte in der 75. Minute mit einem Dropkick aus 25 Metern auf 3:0. Die Gastgeber waren weiter um eine Resultatsverbesserung bemüht, doch am Ende blieb es beim 0:3.

Gehrden: Lippert – Schinke, Kaluza, Böhm, Gertens, Lehmann, Knetsch, Götze, Eisenhuth, Stenz, John

KSV: Scharnowski – Ebert, Glomb, Simon, Hallmann, Engelhardt (Hanke), Burow, Bernau, Ölschläger (K. Maletzki), M. Maletzki, M. Lerche; SR: Seeger (Magdeburg)

SV Blau-Weiß Loburg – Hohenwarthe I 3:1 (2:0)

Loburg konnte zu Beginn der Partie enormen Druck aufbauen. Die Gäste kamen kaum aus ihrer eigenen Hälfte. Folgerichtig fiel das 1:0 in der neunten Minute durch Frank Meyer. Die Hausherren ließen auch in der Folge nicht locker und erarbeiteten sich viele Chancen. Aber selbst der sonst so sichere Schütze Matthias Werner ver-gab mehrere gute Möglichkeiten, so auch in der 15. Minute, als er freistehend scheiterte, dafür vollendete der mitgelaufene Michael Bartke im Nachsetzen zum 2:0.

Durch die sichere Führung nahmen die Blau-Weißen danach etwas Tempo aus der Partie, erarbeiteten sich aber weiter eine Vielzahl von Chancen. Die Abwehr um Libero Wöhe hatte in den ersten 45 Minute relativ wenig Arbeit. Somit ging es mit der verdienten Führung in die Pause.

In der zweiten Hälfte boten die Hausherren den rund 65 Zuschauern ein ganz anderes Spiel. Hohenwarthe zog sich weit in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Dies gelang den Gästen auch hin und wieder, doch zunächst ohne Erfolg. Loburg hingegen fand selten ein probates Mittel, um durch die dicht gestaffelte Eintracht-Abwehr zu kommen. In der 73. Minute erzielten die Gäste durch einen Freistoß, knapp vor dem 16er und getreten durch Fabian Kabelitz, den zwischenzeitlichen 2:1-Anschlusstreffer.

Jetzt kam ein wenig Hektik in die Partie. Hohenwarthe suchte die Chance zum Ausgleich. Herschel rannte aus knapper Abseitsposition auf Loburgs Keeper Zehle zu, der den Ball jedoch früher erreichte. Herschel foulte den Schlussmann dann beim Rauslaufen und Schiri Matschke (Tucheim) entschied auf Tätlichkeit, zeigte die Rote Karte. Es dauerte keine weiteren zehn Minuten, bis der nächste Akteur der Gäste vom Platz musste. Sebastian Schneider hatte sich am Knie verletzt. Da Eintracht keine Wechselspieler hatte, musste sie mit neun Mann die Partie beenden. Loburg konnte aber die zahlenmäßige Überzahl nicht konsequent nutzen. Den Schlusspunkt setzte Steffen Kison in der 90. Minute, als er aus spitzem Winkel das 3:1 erzielte.

Loburg: Zehle – Tettenborn, Wöhe, Schulze, Dommroese – Kowalewski (68. Schöttle), Kison, Meyer, Terlinden (46. Monty Nietsch) – Bartke (46. Marcel Nietsch), Werner

Hohenwarthe: Wobbe – Kümmel, Schmidt, Weissi, Schneider, Rothe, M. Kabelitz, Bergholz, Herschel, Höhn, F. Kabelitz