Zschornewitz (rnu/dhü). Klein, aber fein: So lautete das erste Fazit von Reimar Nuße nach den ersten beiden Wettkämpfen in Bernburg und in Zschornewitz. Eigentlich wird die Rudersaison offiziell erst am 8. Mai eröffnet – aber nicht bei den Burgern Sportlern. Sie haben den Kampf gegen Wind, Sonne, Regen und nicht zuletzt die Gegnerschaft bereits aufgenommen. Und in beiden Veranstaltungen konnten sie achtbare Erfolge verbuchen, womit zugleich die Frage geklärt wurde, wie gut sie aus dem Winter gekommen sind. Das harte Training hatte sich nicht zuletzt für die Schüler also gelohnt. In Zschornewitz sicherten sich die Burger bei vier Starts einen Sieg, einen zweiten Rang und zwei dritte Plätze. In Bernburg bestritten sie neun Rennen mit dem Ergebnis: fünf Siege, drei zweite Plätze und ein dritter Rang.

Ein Großteil der guten Platzierungen ging auf das Konto der 13-jährigen Jungen Johannes Fischer und Alexander Anselm. Sie begannen im letzten Jahr ihre ruderische Laufbahn und machten bei den Landesmeisterschaften mit einer Silber- und einer Bronzemedaille erstmals auf sich aufmerksam. Während Johannes bisher alle seine Einerrennen gewinnen konnte, gab es im Doppelzweier durchwachsene Erfolge. Ziel ist es bei den Landesmeisterschaften in diesem Jahr, das Ergebnis von 2009 zu übertreffen.

Die Erwachsenen sind indes mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in das Wettkampfjahr gestartet. Isabell Hertrich, zweimalige Medaillenträgerin der Landesmeisterschaften 2009, hat den Rudersport trotz Aufnahme eines Studiums in Gotha nicht aus den Augen verloren. Mit einem zweimaligen Bootstraining jeweils an den Wochenenden in Burg sowie Athletiktraining im thüringischen Gotha ist sie bemüht, auch unter diesen Bedingungen dem Wettkampfsport treu zu bleiben. Mit einem dritten Platz in Bernburg wurde dies belohnt. Dirk Adam bei den Masters C zeigte, dass er das Rudern nicht verlernt hat. Eigentlich wollte er mit seinem Partner Marco Fischer in diesem Jahr im Doppelzweier wieder in den Wettkampfbetrieb eingreifen. Hierfür wurden seit vergangenen Herbst die Grundlagen gelegt. Durch den Ausfall von Fischer stieg Adam kurzerhand in den Einer um. Mit einem zweiten Platz in Bernburg war der Start ins Wettkampfjahr recht verheißungsvoll.

Ganz in ihrem neuen Element waren bereits die Athleten, die im Winter des vergangenen Jahres noch das Wasser der Burger Halle als Schwimmer zweimal wöchentlich durchpflügten. Sie folgten erstmals beim Ergometerwettkampf im April 2009 in der Pestalozzischule dem Ruf der Ruderer. Janosch Weidenbacher aus Möser nahm dann im Mai das Training auf. Die Absicherung der Einheiten stellten die Familie vor ein ziemlich großes Problem. Mit der Hilfe von Tante und Opa konnten zunächst zwei Einheiten, inzwischen sind es drei, pro Woche realisiert werden. Und nach einem Jahr lässt sich resümieren: Die Entscheidung war gut. Mit zwei Siegen und einem hervorragenden zweiten Platz im Einer bedankte sich Janosch bei allen Beteiligten. Er hat sich damit für die diesjährigen Landesmeisterschaften qualifiziert.