Biederitz ( ihe ). Eine halbe Stunde später als gewöhnlich ertönt am Sonnabend der Anpfiff zur Verbandsligapartie in der Biederitzer Ehlehalle. Da am letzten Spieltag die Begegnungen zeitgleich ausgetragen werden müssen, bespielen die SVE-Männer ( 4 ., 31 : 19-Zähler ) erst um 17 Uhr den Kontrahenten Wacker Westeregeln ( 2 ., 38 : 12 ).

Doch normalerweise hätte man sich beim HVSA die zeitgleichen Ansetzungen fast sparen können, sind doch alle Entscheidungen bereits gefallen. Mit dem Aufsteiger zur Oberliga ( HV Wernigerode ) und den Absteigern ( SG Eintracht Glinde II und SV Irxleben II ) sind alle wichtigen Platzierungen vergeben. Einzig ein eventueller Relegationsplatz ( Rang zwölf ) bietet noch Spannung zwischen der SG Solpke / Mieste ( gegen Ilsenburg ) und dem HSV Haldensleben ( gegen Wernigerode ).

Im Duell des Vierten gegen den Zweiten ist dennoch hochklassiger Handball zu erwarten. Die Biederitzer werden sich an das Hinspiel beim Aufsteiger erinnern ( 23 : 37 ) und auf eine Wiedergutmachung brennen. Dieses Vorhaben gelang bereits in der Vorwoche mit einer starken und konzentrierten Leistung gegen den ewigen Rivalen Möckeraner TV. " Wir wollen diese tolle Leistung nun aber auch vor unseren heimischen Fans wiederholen ", wurde der Biederitzer Coach Stefan Quensell vorab zitiert.

Den Wacker-Handballern ist es am letzten Wochenende nun doch noch gelungen, die blütenreine ( Heim- ) Weste zu beschmutzen. Gegen die SG Solpke / Mieste sprang lediglich ein 27 : 27-Unentschieden heraus. Das jedoch tut der starken und nie erwarteten Saisonleistung in keinster Weise einen Abbruch. Das Team um das Trainergespann Zeidler / Duderstadt hat sich nach dem einjährigen " Betriebsunfall " Bezirksliga eindrucksvoll in der Verbandsliga zurückgemeldet.

Die Biederitzer, die nur noch dann Platz drei einnehmen können, wenn sowohl Oebisfelde, Möckern und sie selbst punktgleich sind, wollen sich mit einer ordentlichen Leistung aus der Saison 2009 / 2010 verabschieden. Mit dem Gebotenen in Möckern haben sie sich noch einmal eine große Kulisse gegen einen starken und attraktiven Gegner verdient.

Mit Routinier Dirk Hesse ( Karriereende ), er war über viele Jahre ( vor allem in der Oberliga ) der Kopf der Biederitzer Sieben, und Kevin Wilke ( Studium in Leipzig ) werden zudem zwei Akteure zum letzten Mal das Biederitzer Trikot überstreifen.