In einem Landsklasse-Derby auf Augenhöhe konnten die Fußballer des SV Eintracht Gommern erneut nicht überzeugen und kamen am Sonnabend gegen Union Heyrothsberge nicht über ein 1 : 1 ( 0 : 1 ) -Unentschieden hinaus. Einzige positive Nachricht : Spitzenreiter Fortuna Magdeburg unterlag dem MSV Preussen II mit 1 : 4. Damit ist für Gommern im Aufstiegsrennen noch nichts verloren.

Gommern ( vwo ). Die Gastgeber besaßen den besseren Start. Nach einer Eingabe von Stefan Kunitschke verpassten Kevin Schulz und Guido Möbius die frühe Führung ( 4. ). Dennoch sollte dies die einzige Torchance der Eintracht in der ersten Halbzeit bleiben.

In Folge bestimmte Heyrothsberge das Geschehen und hatte mehrfach das 1 : 0 auf dem Fuß. Erst schoss Benjamin Beyer freistehend am Tor vorbei ( 10. ), dann scheiterte Karsten Völckel am herauseilenden Gommeraner Schlussmann Andreas Hoffmann. Durch diese beiden Chancen wurden die Gäste immer selbstbewusster und bestimmten eindeutig das Geschehen. Die Eintracht enttäuschte ihre Fans auf ganzer Linie. Das Mittelfeld war praktisch nicht anwesend, dadurch erhielten auch die Sturmspitzen keine Bälle und blieben wirkungslos. Zudem war dem Team deutlich die Verunsicherung anzumerken. Kaum ein Ball lief über drei Stationen.

Ganz anders die Gäste. Sie ließen Ball und Gegner laufen, agierten aber vor dem gegnerischen Strafraum nicht energisch genug. Ausnahme bildete die 41. Minute, als Gommerns Libero Dirk Niebl einen Ball leichtfertig verspielte und Robert Arndt zur längst verdienten Führung für Heyrothsberge einschoss.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gastgeber, nun in roten Trikots auflaufend, ein anderes Gesicht. Von Beginn an übten sie Druck aus und wären für ihre Bemühungen bereits nach 50 Minuten belohnt worden. Torsten Marks setzte seinen Sturmpartner Marko Bittersmann in Szene und der schoss aus fünf Metern am Tor vorbei. Die Gäste standen nun mit Mann und Maus in der Defensive. Da aber Gommern meist der entscheidende Pass misslang, blieb es beim Rückstand. In den letzten 20 Minuten rückten die Platzherren weiter auf. Diesen Platz hätte Heyrothsberge beinahe zum 2 : 0 genutzt, aber Mike Pinno brachte bei einem Konter den Ball nicht im Tor unter ( 71. ).

So schien der Eintracht die Zeit davon zu laufen. Als alles schon nach einem Auswärtssieg der Unioner aussah, brachte Max Zimmermann noch einmal eine Ecke herein. Diese verwertete der eingewechselte Patrick Regenstein per Kopf zum umjubelten 1 : 1 ( 88. ).

Am Ende war es eine gerechte Punkteteilung, da beide Teams je eine Halbzeit eines fairen Derbys dominiert hatten. Fazit von Eintracht-Coach Thomas Wilke : " Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen. Nach meiner Kabinenansprache sind meine Spieler im zweiten Abschnitt aggressiver zu Werke gegangen. Aber am Sechszehner war meistens Schluss. Es läuft zurzeit einfach nicht rund, was auch an der dünnen Personaldecke liegt. "

Union-Trainer Torsten Völckel : " Das Remis geht schon in Ordnung. Klar sind wir etwas enttäuscht, dass wir so spät noch den Ausgleich kassiert haben. Wenn wir vorher das 2 : 0 schießen, ist die Partie entschieden. So kam es halt anders. "