Ferchland / Berlin ( iti / dhü ). Der Berliner Halbmarathon ist nicht aufzuhalten : Selbst der extreme Winter, der in diesem Jahr teilweise monatelang das Lauftraining behinderte oder sogar unmöglich machte, tat dem anhaltenden Aufwärtstrend keinen Abbruch. Bei der 30. Auflage am Sonntag wurde eine neue Rekordteilnahme von 23 500 Läufern über die 21, 0975 registriert – und unter ihnen vier Athleten vom Triathlon-Team Ferchland.

Rund 200 000 Zuschauern unterstützten die Läufer in der Berliner City lautstark. Der ehemalige Genthiner Fußballer Uwe Klomhuß erreichte als Schnellster des Ferchland-Teams das Ziel, in 1 : 58 : 47 Stunden verbesserte er seine bisherige Bestzeit, aufgestellt beim Wettbewerb in Magdeburg, um fünf Minuten. Bei den Frauen war als einzige Frau im Team über diese Distanz die Derbenerin Angela Seipelt mit 2 : 04 : 05 Stunden sehr erfolgreich.

Steffan Manz, der von sich selbst auch bessere Zeiten gewohnt ist, brach bei Kilometer 16 ein und quälte sich nach 2 : 09 : 08 Stunden über die Ziellinie – für Manz selbst unbegreiflich. Rainer Bonitz bewies wieder Kämpferqualitäten – und war erneut der Pechvogel der Ferchländer. Nachdem er schon beim Triathlon in Hamburg beim Radfahren einen Reifenschaden hinnehmen musste und die letzten zehn Kilometer mit dem Rennrad rannte, um noch das Ziel zu erreichen, erlitt er am Sonntag auf dem Kurfürstendamm bei Kilometer elf einen Muskelfaserriss und humpelte bis ins Ziel am Roten Rathaus. Die tröstende Erkenntnis : Einen Halbmarathon in Berlin muss man nicht gewinnen, um zu siegen.

Gewonnen hat auch Anke Tiesler. Sie war ebenfalls für Berlin gemeldet, wurde aber kurzfristig ins Jedermann-Team " Milram " berufen. Dafür hatte sie sich beworben, weshalb sie am Wochenende zur Leistungsdiagnostik und zum Fototermin in Bremen weilte. " Milram ", das mit einer Mannschaft auch bei der Tour de France erneut starten wird, unterstützt nicht nur die Profis, sondern auch ein Jedermann-Team, das an allen großen Radrennen in Deutschland teilnehmen wird wie die Cyclassics in Hamburg oder Velethon Berlin. Anke Tiesler widmet sich deshalb in diesem Jahr ausschließlich den Radrennen.

Am Ostermontag lädt das-Team Ferchland zur 90 Kilometer langen Gruppenausfahrt ein. Treff ist um 12. 30 Uhr an der Gaststätte Storchennest. Es ist kein Radrennen, sondern eine Trainingsfahrt mit Spaß. Eingesetzt sind zwei Guide, die die Felder mit zirka 25 km / h beziehungsweise 30 km / h anführen. Infos : www. triathlonteam-ferchland. de. tl