Gommern ( tza ). Sensationell deutlich bezwangen die Classic-Kegler des SV Eintracht Gommern am Sonnabend das höherklassige Team aus Schönebeck im Achtelfinale des Landespokals. Die überzeugende Leistung der Blau-Gelben brachte einen 6 : 2 ( 3047 : 2955 ) -Sieg und den damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale.

Die Gommeraner setzten ihre direkten Kontrahenten von Beginn an unter Druck. Teamchef Sören Schulze ( 515, 3 : 1 Satzpunkte ) startete überragend und brachte Thomas Stacke ( 463 ) aus dem Konzept. Da sich auch Udo Wrubel ( 509, 2 : 2 ) gegen Holger Nauck ( 503 ) von Bahn zu Bahn steigerte, konnte er mit dem vorletzten Wurf, den Nauck am Einzelkegel " vorbeisemmelte ", den vielumjubelten zweiten Mannschaftspunkt ( MP ) wegen des besseren Gesamtergebnisses für die Gastgeber einfahren. Doch der Verbandsliga-Aufsteiger aus Schönebeck hoffte trotz des schon beachtlichen 58-Kegel-Rückstandes auf eine Wende.

Aber Bernd Löhnert ( 528, 3 : 1 ) spielte den erstaunlich schwachen Stefan Stacke auf den ersten beiden Bahnen an die Wand. Stacke gab entnervt auf und ließ sich gegen Youngster Michael Hagemeyer ( zusammen 461 ) auswechseln. Der holte zwar noch die letzte Bahn, konnte den Abstand zu Löhnert aber nur unwesentlich verringern. Thomas Arndt ( 498, 1 : 3 ) verlor zwar knapp gegen Guido Müller ( 503 ), aber bei 3 : 1 MP und einem Vorsprung von 120 Kegeln war praktisch eine Vorentscheidung gefallen.

Im Schlussdurchgang bliesen die Favoriten aus Schönebeck allerdings nochmals zum Angriff. Matthias Janke ( 544, 4 : 0 ) ließ dem Paar Ronald Richert / Thomas Zander ( zusammen 488 ) keine Chance und holte auch viele Kegel in der Gesamtstatistik zurück. Doch der Gommeraner Youngster Martin Hukauf ( 509, 4 : 0 ) " kochte " den übernervösen Thomas Große ( 481 ), in der Liga der beste Schönebecker Spieler, regelrecht ab und sicherte unter dem Jubel seiner Team-Kollegen und der Zuschauer den klaren Erfolg.

Um in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge beim Landespokal-Final Four in Schönebeck um die Trophäe spielen zu können, müssen die Eintracht-Kegler nun noch eine Hürde überspringen. Am 1. Mai treffen sie, wieder auf heimischer Anlage, im Viertelfinale auf Altbekannte. Blau-Weiß Dessau, Gegner und Absteiger aus der vergangenen Landesklasse-Saison, setzte sich gegen den Kreisoberligisten Holzweißig klar mit 7 : 1 durch. " In der Liga haben wir gegen Blau-Weiß klar gewonnen. Mit unserem Heimvorteil und bei einer ähnlich konzentrierten Leistung wie heute, sollte der Einzug ins Halbfinale möglich sein ", so Mannschaftsleiter Schulze optimistisch.