Bei den Nordostdeutschen Meisterschaften der U 18, für die sich die zwei besten Teams der Landesmeisterschaften von Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt qualifi ziert hatten, standen die Volleyballer des Genthiner VV dicht vor einem Medaillengewinn, belegten aber am Ende nur Rang fünf.

Genthin / Bitterfeld ( wth ). Bei dem Wettkampf in Bitterfeld lächelte Fortuna nicht gerade aus dem Lostopf. Mit den Netzhoppers Königs Wusterhausen war den Genthinern der stärkere Vertreter Brandenburgs zugelost worden, den sie im ersten Satz zu beeindrucken wussten und mit 25 : 22 ein Achtungszeichen setzten. Der zweite Satz sah zunächst wieder den GVV im Vorteil. Doch dann fanden die Brandenburger ihre Spielsicherheit und demonstrierten ihre Favoritenrolle mit dem 25 : 19-Satzsieg. Im Tiebreak fiel erst mit der 13 : 12-Führung der Brandenburger die Entscheidung gegen Genthin und den Einzug ins Halbfi nale ( 12 : 15 ).

Denn im zweiten Gruppenspiel wartete der SC Charlottenburg, amtierender Deutscher Meister 2009 mit vier Jugend-Nationalkadern und Trainer Franko Hölzig ( 239 Länderspiele ). Im ungleichen Match gab es für die Genthiner Anschauungsunterricht auf höchstem Niveau. Das Team musste mit dem 13 : 25 und 9 : 25 die Überlegenheit des Gegners anerkennen.

Etwas mutlos ging es für sie in das Spiel um Platz fünf gegen den SV Preußen. Dabei sahen sie bei der 15 : 7-Führung wie das bessere Team aus, ehe diese Dominanz verloren ging und nur ein 25 : 22-Satzgewinn heraussprang. Diese Leistungsschwankungen waren auch charakteristisch für den zweiten Satz, in dem die GVV-Jungen nur mit viel Mühe ein 31 : 29-Sieg erzielten.

Richtig ärgerte sich das Team, als es das Spiel um den dritten Platz als Zaungast erlebte und sah, dass Gruppengegner Netzhoppers Königs Wusterhausen den VC Angermünde besiegte. Trainer Christoph Grothe verwies in der Turnierauswertung auf das zu selten abgerufene, aber vorhandene Potenzial bei seinen Jungen. Trotzdem ist der Vize-Landesmeistertitel und der Blickkontakt zum dritten Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften das Ergebnis einer lobenswerten Teamentwicklung, die die Handschrift des akribisch agierenden Trainers trägt.