Der USV Halle hatte nach seiner Schmach gegen den Tabellenletzten Merseburg einiges gutzumachen, der Burger VC musste einige Ausfälle kompensieren : Das waren die Voraussetzungen für das Spiel in der Volleyball-Landesoberliga am Sonnabend in Halle. Der Gastgeber beendete letztlich seine Niederlagenserie mit einem 3 : 1 ( -15, 17, 23, 18 ) -Erfolg.

Burg ( rgä / dhü ). Nach der starken Auswärtsleistung beim HSV Medizin Magddeburg eine Woche zuvor ( 3 : 2 ) hofften die Burger, erneut in der Fremde einen Achtungserfolg landen zu können. Entsprechend agierten die Gäste im ersten Satz mit Biss, traten erstaunlich selbstbewusst auf. Sie überzeugten mit gekonnten Aktionen und starken Punktgewinnen. Mit einer tollen Blockarbeit legte Burg den Grundstein für den Satzgewinn. Trainer Marco Hagemeier ( vertritt derzeit Jessyka Postolla ) war bis dahin mit der Leistung seines Teams völlig zu frieden.

Das änderte sich mit dem zweiten Durchgang. Die Mannschaft verfiel wieder in den alten Trott. Zu lässig wurden nun die Aufgaben angenommen, zu selbstsicher agierte der BVC. So ging die Konzentration verloren, in der Annahme wurde geschludert, was sich dann über einen scheußlichen Spielaufbau bis zum mageren Abschluss hinzog. Somit erlaubten die Gäste dem USV, sein Spiel nach Belieben aufzuziehen und die Punkte zu setzen. Die Hallenser zeigten, warum sie im oberen Tabellendrittel zu finden sind und nutzten die Burger Schwäche eiskalt zum Gleichstand aus.

Hagemeyer gelang es aber, nach diesem Tief seinen Akteuren wieder mehr Selbstvertrauen einzuimpfen, weshalb sich der dritte Durchgang ausgeglichen gestalten sollte. Das Team um Kapitän Dennis Raab versuchte, das Blatt zu wenden. Burg setzte die Akzente. Bis zum 21 : 23 lag der Gastgeber permanent zurück. Die spielerische Leistung und erneut die Blockarbeit des BVC konnten sich dabei sehen lassen. Doch leider gelang es ihnen nicht, den Sack zuzumachen. Wieder wurde in der Endphase nicht konsequent auf Erfolg gespielt. Zu zaghaft agierten die Burger im Angriff. Damit bauten sie ihren Kontrahenten, der im Tief steckte, wieder auf. Nach einigen spektakulären Ballwechseln gab Burg den sicher geglaubten Satzerfolg noch aus den Händen.

Und im vierten Durchgang wurde von Beginn an deutlich, dass Halle die Entscheidung erzwingen wollte. Der Gastgeber erarbeitete sich früh einen Vorsprung, den er bis zum erfolgreichen Matchball hielt. Letztlich entschied die abgeklärtere Spielweise diese Partie. Leicht enttäuscht resümierte Sebastian Behr nach dem 3 : 1 für Halle : " Wir wollten trotz Minikader uns so gut wie möglich verkaufen. Leider reichte es nicht über die gesamte Spielzeit, sondern nur einen Satz lang. Aber trotzdem haben wir gezeigt, dass wir zurecht in der Landesoberliga mitspielen. "

Schon nächste Woche kommt ein dicker Brocken auf die Burger Volleyballer zu. Auswärts wartet mit den Fortunen aus Ballenstedt ein weitaus stärkerer Kontrahent auf sie.

Burg : A. Behr, S. Behr, Gellert, Hagendorf, Malter, Raab, Prellwitz