In einer kampfbetonten Partie, die vom Schiedsrichtergespann Wolf und Schwibbe jederzeit souverän geleitet wurde, unterlag Handball-Oberligist Güsener HC am Sonnabend dem HSV Haldensleben klar mit 27 : 35 ( 14 : 17 ). Bis zu 27. Minute spielten die Güsener mit dem Favoriten auf Augenhöhe, verloren dann aber den Spielfaden und letztlich dann das Spiel.

Güsen ( hkl ). Vor vollbesetzten Rängen gingen beide Mannschaften ohne großes Federlesen zur Sache. Marco Schöttke vom HSV und im Gegenzug Christian Haßbargen vom GHC sorgten zu Beginn der Partie mit klasse herausgespielten Toren für eine tolle Stimmung vor vollbesetzten Rängen in der Elbe-Havel-Halle. In diesem Takt ging es weiter. Die Gäste legten vor, die Güsener parierten, glichen jeweils beim 2 : 2, 4 : 4 und 8 : 8 aus. Erst ab der 20. Minute zog Haldensleben auf zwei Tore davon. Die Güsener hatten ihre liebe Mühe, dran zu bleiben. Obwohl zwei HSV-Akteure ab der 25. Minute eine Zeitstrafe absaßen, gelang es den Gastgebern nicht, den Bock umzustoßen. Hunderprozentige Chancen wurden ausgelassen. Dadurch überstand der HSV diese Phase unbeschadet.

Erst in der 27. Minute gelang dem GHC der 13 : 13-Ausgleich und sogar die 14 : 13-Führung. Doch anstatt danach auf Sicherheit zu spielen und die knappe Führung in die Pause zu retten, vertändelten die Güsener wieder reihenweise wichtige Bälle und ließ beste Chancen ungenutzt. Das Publikum musste miterleben, wie innerhalb von zwei Minuten aus einem Tor Vorsprung ein Drei-Tore-Rückstand ( 14 : 17 ) wurde.

Auch nach Wiederanpfiff kamen die Güsener nicht richtig in Tritt. Der HSV zog mit einer disziplinierten Mannschaftsleistung auf 26 : 20 davon ( 48. ). Erst nach der Auszeit von Trainer Peter Arndt ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft, die kurzzeitig auf vier Tore ( 25 : 29 ) heran kam. Dabei sollte es bleiben. Die Gäste spielten in der Schlussphase routiniert und diszipliniert ihren Stiefel runter und gewannen verdient mit 35 : 27.

" Es ist keine Schande gegen eine erfahrene Mannschaft wie Haldensleben zu verlieren. Auch wenn wir mit acht Toren unterlagen, musste sich der HSV diesen Sieg schon hart erarbeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Vorteile nicht annähernd genutzt und wollten wieder mit dem Kopf durch die Wand. Hier muss sich schnell etwas ändern, denn eine Halbzeit mitspielen reicht nicht ", so das Fazit von GHCTrainer Peter Arndt.

Es ist mittlerweile " Fünf vor Zwölf " für den GHC, der um seinen Verbleib in der Handball-Oberliga bangt. Noch sieben Partien stehen auf dem Spielplan der Güsener und jede einzelne wird ein harter Brocken. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft bei diesen Endspielen noch einmal über sich hinauswächst und die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt erkämpfen kann.

Güsener HC : C. Bretschneider, T. Beyer – K. Haßbargen ( 5 ), Schwab ( 2 ), S. Bretschneider ( 6 ), Buchheister ( 1 ), Eichner, C. Beyer ( 1 ), C. Haßbargen ( 7 ), Müller ( 4 ), Klewe ( 1 ), Geue, Salomon