" Uenglingen ist zu Hause eine Macht. Jetzt wissen wir, warum " : Dem Fazit Paul Hernolds war bereits seine Warnung vorausgeeilt. Der Trainer der Landesklasse-Kicker vom Burger BC wusste um die Heimstärke des Kontrahenten am Sonnabend. Beim 5 : 1 ( 1 : 0 ) -Sieg der Viktoria verspielte Burg selbst ein positives Ergebnis : Das Team nutzte seine Chancen nicht.

Uenglingen. Das 1 : 0 in der 32. Minute konnte Hernold nicht erschüttern. Zwar hatte seine Mannschaft bis zur Pause bereits sechs Hochkaräter, zum Teil frei vor dem Tor, vergeben, aber das wiederum gab ja die Sicherheit, dass sich der BBC seine Chancen erarbeiten kann. Hernold ließ wie auf heimischem Rasen agieren, mit einer echten Spitze namens Steven Pesecke, mit dem zentralen Mann namens Sandro Becker dahinter und mit dem Ziel, das Spiel breit und über die Außen in die Offensive zu tragen. Die Uenglinger Führung war also " kein Drama ", schätzte der Coach ein, das Drama begann mit dem zweiten Treffer, und der fiel denkbar ungünstig – drei Minuten nach dem Wiederanpfiff nämlich. Die entscheidende Situation.

Burg war gezwungen, taktisch umzudenken, mehr zu riskieren im Spiel nach vorn, was den Gastgebern natürlich Räume zu Kontern öffnete. " Wir haben außerdem Fehler gemacht ", erklärte Hernold. Aber das änderte nichts an der Stärke des Gastgebers : das Kontern. " Mit Tempo und mit wenigen Zügen sind sie vor unser Tor gekommen und haben dann im Strafraum alles richtig gemacht ", fand Hernold lobende Worte für Viktoria. Hoffnung bei seiner Elf keimte nach dem zwischenzeitlichen 3 : 1 ( 65. ), das Christoph Wernecke per Foul-Elfmeter markierte, auf. Bis auf Keeper Tim Nahrstedt wagte sich die komplette Mannschaft nach vorn, " wir hatten Morgenluft geschnuppert ". Die hielt sich zwei Minuten lang, dann schlugen die Platzherren zum vierten Mal zu ( 4 : 1 / 67. ). " Damit war die Messe gelesen ", zumal Burg die Chancen aus dem Spiel heraus weiterhin nicht nutzte. Das 3 : 0 war in der 57. Minute gefallen. Den 5 : 1 markierte Uenglingen in der 76. Minute.

Am kommenden Sonnabend muss Burg bei Tabellenführer Potzehne antreten. Aber der Kontrahent wiederum ist Trainer Hernold egal : " Wir haben etwas gutzumachen. "