Heyrothsberge ( okr ). Union Heyrothsberge hat am Sonnabend seinen leichten Aufwärtstrend fortgesetzt und in der Fußball-Landesklasse 2 dank eines 3 : 2 ( 0 : 0 ) -Erfolges gegen Empor Klein Wanzleben den Mittelfeldplatz gefestigt ( 9. ). Karsten Völckel ( 47 ., 50. ) mit einem Doppelpack und Benjamin Beyer ( 71. ) brachten die Gastgeber in einer über weite Strecken zerfahrenen Partie auf die Siegerstraße.

" Nicht in Schönheit sterben ", rief Klein Wanzlebens Trainer Tino Dunkel seinen Spielern kurz vor Anpfiff der Partie zu. Sie sollten seinen Rat befolgen. Der Tabellenvierte ließ auf dem kleinen Kunstrasenplatz in Heyrothsberge über 90 Minuten spielerische Elemente vermissen, fiel allenfalls mit Kampfkraft auf. Die Gastgeber passten sich diesem Niveau lange Zeit an. Ihr Sieg war aber aufgrund einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und der insgesamt höheren Spielanteile verdient.

Entsprechend kann über die erste Halbzeit getrost der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Beide Teams stellten die ohnehin spärlich vorhandenen Räume geschickt zu. Zweikämpfe im Mittelfeld prägten die Szenerie, Torraumszenen waren auch bedingt durch starken Wind meist Zufallsprodukte und blieben Mangelware. Versuchten die Gäste in den ersten 15 Minuten das Spiel zu kontrollieren, gaben sie danach das Heft des Handelns an die Unioner ab. Den Platzherren fiel nach vorne aber auch nicht viel ein. Ein Schuss von Robert Arndt ( 16. ) und eine verunglückte Flanke von Karsten Völckel, die sich gefährlich knapp über dem Tor senkte ( 29. ), waren die einzigen Offensivaktionen der Gastgeber bis zur Pause. Bei einer Strafraumaktion von Karsten Völckel, der von zwei Empor-Spielern in die Zange genommen wurde, blieb der Elfmeterpfiff der Unparteiischen Antje Heuer aus ( 44. ).

" Ich habe gesagt, dass wir mehr über Direktpassagen zum Erfolg kommen ", antwortete Union-Trainer Torsten Völckel auf der Frage, was er seinen Jungs in der Kabine gesagt habe. Tatsächlich kamen sie weitaus zielstrebiger aus der Kabine. Dass das 1 : 0 kurz nach Wiederanpfiff einer Standardsituation entsprang, war exemplarisch für das gesamte Spiel. Karsten Völckel verwandelte einen Freistoß aus 18 Meter direkt. Nur drei Minuten später setzte sich erneut Völckel gut durch und schoss von der Strafraumgrenze unhaltbar ins lange Ecke ein – 2 : 0.

Die zwei Treffer aus dem Nichts waren offenbar das Wecksignal. Plötzlich spielte auch Klein Wanzleben druckvoller nach vorne – und wurde prompt belohnt. Nach einer scharfen Eingabe von der rechten Seite hielt Union-Torhüter Tim Nagel den Ball nicht fest. Im Nachsetzen war Yves Reiser zum 1 : 2 zur Stelle ( 55. ).

Union-Trainer Völckel reagierte und brachte mit Benjamin Beyer einen frischen Stürmer, um für Entlastung zu sorgen. Und der Joker stach. Nach mustergültigem Steilpass von Robert Arndt verwandelte Beyer mit seiner zweiten Ballberührung clever zum 3 : 1 ( 71. ). In der Schlussphase, in der sich beide Teams viele Nicklichkeiten leisteten, drängten die nie aufgebenden Gäste auf den Anschlusstreffer. Dieser kam aber in der 88. Minute zu spät. Nach Freistoß von Frederik Dänicke konnte Nagel den Ball erneut nicht festhalten. Jens Ferl staubte zum 2 : 3 ab.

Fazit von Union-Trainer Völckel : " Ich bin zufrieden. Es war schwer, auf diesem Platz zu spielen. Wir haben hinten gut gestanden. Heute haben die individuellen Fähigkeiten entschieden. "