Ein Blackout über sechs Minuten, eine Rote Karte und eine deftige Niederlage – für die SG Blau-Weiß Gerwisch hätte der Rückrundenstart nicht schlimmer verlaufen können. Der Fußball-Landesligist unterlag am Sonnabend nach enttäuschender Leistung beim Blankenburger FV deutlich mit 0 : 3 ( 0 : 0 ).

Gerwisch / Blankenburg ( okr / hpl ). Für Danny Schalla will es in dieser Saison mit einem langfristigen Einsatz für die SG Gerwisch einfach nicht klappen. Der 34-Jährige zog sich zu Beginn der Spielzeit eine schwere Verletzung zu und fiel bis zur Winterpause aus. Am Sonnabend gab er in der 62. Spielminute sein Punktspiel-Comeback und flog nur zehn Minuten nach seiner Einwechselung wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung vom Platz. " Darüber wird noch zu reden sein ", sagte Gerwischs Trainer Rolf Döbbelin, der angesichts des Auftritts seiner Mannschaft im Harz ohnehin schon angefressen war. Sicher, die Rote Karte für Schalla war nicht spielentscheidend, stand aber bildlich für einen völlig verkorksten Rückrundenauftakt der Blau-Weißen.

Dabei gestalteten die Gäste die Partie auf dem Kunstrasenplatz in Blankenburg lange Zeit offen. Beide Teams haderten mit dem starken Wind und kamen nur zu wenigen Torchancen. Wenn überhaupt, dann wurde es bei Freistößen gefährlich. Bei einer Eingabe von Franz Zimmer köpfte Dennis Schönfeld am Tor vorbei, bei einer zweiten brachte Philipp Baumgartl den Ball nicht unter Kontrolle. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte der BFV die riesen Möglichkeit zur Führung, aber Sascha Krüger lenkte dessen Schuss mit der Fußspitze noch ab.

Hatte also Döbbelin im ersten Durchgang noch " eine ordentliche Leistung " seiner Elf gesehen, so folgte im zweiten der " totale Zusammenbruch. " Beim 0 : 1 ( 54. ) sprang die gesamte Gerwischer Mauer hoch, so dass Andy Wipperling seinen Freistoß flach ins Tor befördern konnte. Beim 0 : 2 ( 57. ) schlug der sonst so sichere Maik Hoppe über den Ball, so dass Andreas John nur einzuschieben brauchte. Schließlich landete ein weiterer Freistoß von Sebastian Lehmann zum 0 : 3 ( 60. ) im Eck, wobei Keeper Krüger dabei nicht gut aussah. In der verbleibenden halben Stunde blieb ein Aufbäumen der Gerwischer aus. Stattdessen konnten sie sich bei ihrem Keeper und den Blankenburger Stürmern bedanken, dass sie kein Debakel erlebten.

Selbst Trainer Döbbelin, der sonst leisere Töne anschlägt, ließ keine Ausreden gelten : " Wir haben zwar seit drei Monaten das erste Pflichtspiel bestritten. Dies ist aber keine Erklärung für diese Leistung. "