Das Minimalziel von zwei Punkten an diesem hammerharten Doppelspielwochenende erreichten die Güsener Oberliga-Handballer bereits am Sonnabend mit dem 27 : 25 ( 13 : 14 ) -Erfolg im Kellerduell gegen die SG Seehausen. Dennoch fiel die selten gewordene Siegesfeier relativ kurz aus, da am Sonntag das Spiel gegen den BSV 93 Magdeburg auf dem Plan stand. Diese Partie ging mit 31 : 39 verloren.

Güsen ( hkl ). Den besseren Start vor vollen Zuschauerrängen, darunter zahlreiche Fans aus Seehausen, hatten am Sonnabend die Gastgeber aus Güsen. Unbeeindruckt von der herben Niederlage in der Vorwoche gegen Wittenberg, legten die Hausherren munter los und bestimmten über weite Strecken ( 2 : 0, 4 : 1, 7 : 3 ) das Geschehen auf der Platte. Dennoch spürte man bereits ab der 14. Minute, dass es beim GHC nicht mehr so rund lief wie in der Anfangsphase. Abstimmungsfehler in Abwehr und besonders im Angriff häuften sich. Daran änderte auch die Auszeit vom GHC-Trainer Peter Arndt in der 16. Minute nichts. Seehausen kam zusehends besser ins Spiel, kämpfte sich stetig heran und glich in der 19. Minute zum 9 : 9 aus. Güsen konnte zwar dagegen halten, aber die entscheidenden Akzente in dieser Phase setzten die Gäste und gingen mit einem Tor Vorsprung ( 13 : 14 ) in die Pause.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit legte Seehausen noch zwei Tore zum 16 : 13 nach. Der " Aussetzer " der Güsener hielt jedoch nicht an. Auch als Martin Müller in der 39. Minute und Kevin Haßbargen in der 40. Minute ihre Zeitstrafen absitzen mussten, gelang es Seehausen nicht, sich erneut abzusetzen. Das Schlusslicht musste in der 41. Minute sogar den 18 : 18-Ausgleich hinnehmen.

Von da an hatte der GHC seine stärkste Phase, gefiel mit sehenswerten Anspielen an den Kreis, die sicher in Tore verwandelt werden konnten. Da aus dem Spiel heraus bei Seehausen nicht mehr viel zusammenlief, kamen sie fast nur noch über zugesprochene Strafwürfe zum Erfolg. Die Güsener ließen sich davon nicht beeindrucken und siegten verdient mit 27 : 25.

" Heute war es ein Spiel, in dem es für beide Teams um alles oder nichts ging. Da geht es schon richtig zur Sache. Von daher ein dickes Lob für die Disziplin meiner Männer. Ich bin froh, dass wir uns nach der Halbzeitpause schneller gefangen und das Spiel wieder an uns gerissen haben. Das war letztendlich entscheidend für den Sieg. Wir bleiben Bezwinger der Altmarkspitze ", sagte GHC-Trainer Peter Arndt nach dem Spiel.

Güsener HC I : C. Bretschneider, T. Beyer – K. Haßbargen ( 7 ), Garbrecht, S. Bretschneider, Buchheister ( 3 ), Hoffmann ( 2 ), C. Beyer ( 6 ), C. Haßbargen ( 2 ), Müller ( 3 ), R. Klewe ( 4 ), Geue, Steindorf

SG Seehausen : Kramer, Schulz – Werneke ( 1 ), D. Cornehl, C. Söhnel ( 4 ), Hennigs ( 3 ), Spöttle ( 2 ), Dieterich, A. Söhnel ( 6 ), Mittag ( 8 ), Wagner, Fothke ( 1 ), C. Cornehl

Siebenmeter : GHC 4 / 3, SG Seehausen 10 / 7 Zeitstrafen : GHC 9, SG Seehausen 12 Rot : Werneke und C. Söhnel ( beide Seehausen )