Mit einer enttäuschenden 30 : 41 ( 13 : 18 ) -Niederlage kehrte Handball-Oberligist Güsener HC am Sonnabend aus Schönebeck zurück. Gegen die SG Lok erwischten die abstiegsbedrohten Gäste einen rabenschwarzen Tag.

Schönebeck / Güsen ( hkl ). Dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen ist, haben die Güsener ihrem Torhüter Christopher Bretschneider und den Schönebeckern selbst zu verdanken. Die Gastgeber " versiebten " eine ganze Menge klarster Torchancen. Sie konnten es sich angesichts der Leistung des GHC leisten.

Von Beginn an war der Wurm im Güsener Spiel. Die Abwehr des Tabellenzwölften war offen wie ein Scheunentor und auch im Angriff lief nicht viel zusammen. Allein Kevin Haßbargen, der mit seiner Abgeklärtheit fünf Tore in Folge ( davon zwei Siebenmeter ) erzielte, hielt seine Mannschaft in der Anfangsphase halbwegs im Rennen ( 6 : 7, 10 : 8 ).

Dennoch fanden die Güsener im weiteren Verlauf überhaupt nicht ins Spiel. Die mitgereisten Fans sahen nicht das Team, das noch vor 14 Tagen gegen den SV Irxleben clever und mit Spielwitz den Gegner dominiert hatte. Die Abwehr fand kein wirksames Mittel, die Schönebecker Spielmacher Falk Hohmann und Guido Weidner, die zusammen 21 Treffer erzielten, zu neutralisieren. Fast ungehindert konnten sie einwerfen und somit den Vorsprung der SG Lok kontinuierlich bis zur Halbzeit auf 18 : 13 ausbauen.

Diesen Lauf setzte der Gastgeber in der zweiten Halbzeit fort. Der GHC konnte nur mit wenigen gelungenen Spielzügen dagegen halten. Wer dachte, die Gäste würden sich noch einmal aufbäumen, wurde enttäuscht. In der Defensive war weiterhin überhaupt keine Abstimmung vorhanden und vorne kam das Team nur über Einzelaktionen zum Torerfolg. Zeitweilig betrug der Rückstand acht bis neun Tore ( 18 : 26, 31 : 30 ), der bis zum 30 : 41-Endstand von den Elbestädtern sogar noch hochgeschraubt wurde. Alles in allem lieferte der Güsener HC eine farblose Vorstellung gegen eine spielfreudige Mannschaft aus Schönebeck ab, die sich allerdings für diesen verdienten Sieg kein Bein ausreißen musste.

" Dass solche Spiele auf uns zukommen werden, war uns allen klar. Es tut trotzdem weh. Es war eine unserer schwächsten Vorstellungen überhaupt, dabei können wir es doch viel besser. In der Abwehr haben wir Schönebeck spielen lassen, ohne energisch genug dagegen zu halten. Vorne wurde nur ansatzweise gespielt und zu viele Bälle wurden sich egoistisch genommen und unnötigerweise verworfen. Es war einfach nicht unser Tag ", resümierte ein enttäuschter GHC-Trainer Peter Arndt.

Dass einige GHC-Spieler einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten, blieb keinem verborgen. Vielleicht kam für sie diese Klatsche zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt heißt es, sich aufzurappeln, um am kommenden Wochenende daheim gegen die SG Spergau ein besseres Spiel abzuliefern.

Güsener HC : C. Bretschneider, T. Beyer – K. Haßbargen ( 8 / 2 ), Schwab ( 2 ), S. Bretschneider ( 4 ), Buchheister ( 5 ), C. Beyer ( 1 ), C. Haßbargen ( 8 / 1 ), Müller ( 2 ), Geue, Salomon