Eine enttäuschende Hinrunde legte die Reserve des SV Eiche 05 Biederitz in der 1. Handball-Nordliga hin. Mit lediglich 5 : 15-Punkten liegen die Biederitzer derzeit auf Platz zehn und können es in erster Linie der SG Solpke / Mieste II ( zog vor Saisonstart zurück ) und dem punktlosen Tabellenschlusslicht SV Chemie Genthin verdanken, dass das Thema Abstiegskampf nach Lage der Dinge nicht auf die Tagesordnung kommt.

Biederitz ( ihe ). Dabei verlief der Auftakt nach Plan, obwohl beim 28 : 27-Heimerfolg gegen die SG Neuferchau / Kunrau längst nicht alles rund lief. Schon im ersten Auswärtsspiel wurden den SVE-Mannen Grenzen aufgezeigt. Beim heimstarken MTV Weferlingen stand nach einer katastrophalen zweiten Hälfte eine 16 : 28-Niederlage zu Buche. Fortan präsentierte sich der verstärkte Kader zu schnell kopf- und konzentrationslos. Gegen den BSV 93 Magdeburg III wurden beim 27 : 30 unnötige Zähler liegen gelassen. Das 20 : 33 beim Mitfavoriten TuS Magdeburg fiel vom Resultat her unnötig hoch aus. Im Heimspiel gegen die HSG Osterburg folgte der tiefe Fall. Nach dem 12 : 18 zur Halbzeit hieß es am Ende 27 : 32. " Geraten wir einmal in Rückstand, dann brechen bei uns zu schnell alle Dämme ", stellte der Biederitzer Trainer Wolfgang Rösel fest.

Eine ansprechende Leistung folgte im Derby gegen die Gommeraner Eintracht. Diese setzte sich trotz durchwachsener Partie nicht unverdient mit 28 : 26 durch. Für ein positives Ausrufezeichen sorgten die Biederitzer beim Gastspiel beim hochgehandelten Liganeuling MSV Börde Magdeburg. Am Ende wurde mit dem 29 : 29-Remis der erste Auswärtszähler eingefahren. " Mit etwas mehr Abgeklärtheit, vor allem im Überzahlspiel, wäre sogar noch mehr drin gewesen ", meinte der fünffache Torschütze Matthias Krüger.

In den alten Trott verfielen die Biederitzer gegen das stark verjüngte Team aus Stendal. Nach fast 40-minütiger Führung wurde die Partie noch mit 26 : 32 abgegeben. " Schlechte Chancenverwertungen, überhastete, kopflose Angriffe und Undiszipliniertheiten haben uns nicht das erste mal Punkte gekostet ", meinte ein enttäuschter Ingo Heitmann, der fortan als Spielertrainer Wolfgang Rösel unterstützte.

Dass eine Mannschaft auch Positives aus einer Niederlage mitnehmen kann, war im weiteren Saisonverlauf erkennbar. Zwar wurde auch das zweite Derby vor eigenem Publikum gegen die SG Fortschritt Burg in den Sand gesetzt, allein der Spielverlauf öffnete den SVESchützlingen die Augen. Die Gäste führten bereits mit 25 : 14, um mit einem verdienten, aber auch glücklichen 28 : 27 von dannen zu schleichen. Die Biederitzer dagegen hatten in der Schlussviertelstunde gezeigt, was in ihnen steckt.

In Genthin fuhr Eiche nach hartem Fight einen verdienten 28 : 26-Erfolg ein. Aber wieder musste dafür eine starke Schlussviertelstunde herhalten, denn zur Pause lagen die Chemiker sogar mit 17 : 12 vorn. Mit diesen wichtigen Erfolg war zumindest der Anschluss an das untere Mittelfeld der Liga hergestellt.

" Wir sind mit dem Erreichten nicht zufrieden. In der Rückrunde wollen wir an die zuletzt ansteigende Form anknüpfen und den ein oder anderen Platz gutmachen ", fasste Trainer Wolfgang Rösel, der fortan jedoch auf Steffen Gericke, Sebastian Rabe ( beide verletzt ) sowie Thomas Hesse-Opitz ( Arbeit ) verzichten muss, die Hinrunde zusammen.

Im Nordcup übersprangen die Biederitzer nach einem Freilos in Runde eins die Hürde SV 90 Parey mit 30 : 25. Im Viertelfinale war beim Post SV Magdeburg II ( Spitzenreiter der 2. Nordliga ) nach einem 25 : 26 Endstation.

Einzelbilanz SV Eiche Biederitz II :

Aaron Swoboda ( 9 Spiele / 0 Tore / 0 Siebenmeter ), Wolfgang Rösel ( 6 / 0 / 0 ), Hubert Bruchmüller ( 2 / 0 / 0 ), Andre Regener ( 2 / 0 / 0 ), Ingo Heitmann ( 9 / 52 / 27 ), Stefan Holzgräbe ( 9 / 17 / 0 ), Karsten Bormann ( 9 / 3 / 0 ), Steffen Gericke ( 5 / 5 / 1 ), Mario Genth ( 8 / 1 / 0 ), Florian Krüger ( 10 / 3 / 1 ), Daniel Bahr ( 10 / 29 / 9 ), Sascha Münder ( 10 / 32 / 0 ), Holger Klingebeil ( 9 / 32 / 0 ), Sebastian Rabe ( 9 / 30 / 0 ), Thomas Hesse-Opitz ( 7 / 22 / 4 ), Holger Arnold ( 10 / 15 / 0 ), Marco Schmidt ( 5 / 5 / 0 ), Matthias Krüger ( 3 / 6 / 0 )