Heyrothsberge / Gerwisch

( okr ). Die SG Blau-Weiß Gerwisch II hat sich als erste Mannschaft für das Halbfinale im Fußball-Kreispokal qualifiziert. Der Kreisoberligist bezwang am Sonnabend den Ligakonkurrenten Grün-Weiß Bergzow knapp mit 3 : 2 ( 1 : 1 ). " Es war ein glücklicher Sieg ", sagte Gerwisch-Coach Olaf Psiorzik, gelang doch seinem Team erst in der 90. Minute durch ein Eigentor des Gegners der Siegtreffer.

Die Partie wurde kurzfristig nach Heyrothsberge verlegt, was bei den Bergzowern für viel Unmut sorgte ( Volksstimme berichtet dazu ausführlich in der morgigen Ausgabe ). Beide Teams hatten auf dem engen Kunstrasenplatz Probleme, ihr Spiel aufzuziehen. Zahlreiche Bälle wurden falsch berechnet, Pässe kamen nicht an. Dennoch wähnte sich der Favorit früh auf der Siegerstraße. Nach feiner Einzelleistung von Kapitän Mario Träbert führte Gerwisch II nach zehn Minuten mit 1 : 0.

Dieses Tor verlieh den Gastgebern aber keine Sicherheit. Im Gegenteil : Bergzow, derzeit Vorletzter der Kreisoberliga, spielte immer mutiger nach vorne und sorgte mit einem Freistoß von Florian Schaumburg ( 24. ) und einem Schuss von Stefan Ringwelski ( 28. ) für Gefahr. Dann der Ausgleich : Schaumburg verwertete einen Freistoß von Ringwelski per Kopf ( 40. ).

Nach der Pause blieb Bergzow am Drücker. Erneut Schaumburg ( 46. ) und Wolfgang Hagemann ( 51. ) verfehlten mit ihren Schüssen die Führung. Bis dahin war von der sonst so spielstarken Offensive der Gerwischer nichts zu sehen. Und als Stephan Grothe einen Handelfmeter zum 2 : 1 für die Gäste verwandelte ( 72. ), schien sich eine Überraschung anzubahnen.

Der Rückstand rüttelte allerdings die Gerwischer wach. Angetrieben von Rajko Schmuck und Volker Reichert, belagerten sie in der Schlussphase den Bergzower Strafraum. Mit Erfolg : Nach Foul an Alexander Kühne verwandelte Träbert per Elfmeter zum 2 : 2 ( 72. ). In der hektischen Schlussphase sah Volker Reichert nach einer Rangelei die Rote Karte. Dennoch erzwang Gerwisch in Unterzahl den Siegtreffer. Nach einem weiten Einwurf sprang der Ball unglücklich ans Bein des Bergzowers Grothe und von da ins leere Tor – 3 : 2 ( 90. ).

" Heute wäre für uns mehr drin gewesen ", sagte Bergzows Mannschaftsleiter Thomas Hanke nach Spielende. Die gute Leistung seiner Schützlinge sollte ihnen aber Kraft für die schwere Rückrunde geben.

SG BW Gerwisch II : Anacker – Bodenstein, Kühne ( 88. P. Reichert ), Schröder, Pinske, Fischer, Vogt ( 49. Hermann ), M. Tangermann ( 73. M. Köthnig ), Träbert, Schmuck, V. Reichert

SV GW Bergzow : Bauer – Grothe, Bathe, G. Ringwelski, S. Reichardt, Breme, Hagemann, S. Ringwelski, D. Reichardt, F. Schaumburg, Probst