Güsen ( hkl ). Geschafft, aber glücklich : Mit einem verdienten Arbeitssieg kehrte die Oberliga-Handballer vom Güsener HC am Sonnabend zurück. Im letzten Hinrundenspiel beim Jessener SV gewann das Team mit 35 : 31 ( 12 : 12 ). Erste Glückwünsche und einen kräftigen Schluck bekam das Team bereits in Dretzel bei den Männern und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr, bevor es dann zusammen mit den Fans zur Roxy ging, wo Uschi Pache zu einer deftigen Stärkung eingeladen hatte.

Drei Bälle verworfen, zwei Strafwürfe vergeben und im Gegenzug drei Tore in Folge kassiert : Das war garantiert keine taktische Variante von GHC-Trainer Peter Arndt, um den Gastgeber in Sicherheit zu wiegen und fortan die Gegenoffensive zu starten. Fünf Minuten brauchten die Güsener für ihr erstes Tor, das Christian Haßbargen mit einem Strafwurf erzielte. Erst als in der Gästeabwehr beherzter zugegriffen wurde und Torwart Christopher Bretschneider einige klasse Paraden ablieferte, kam die notwendige Sicherheit und Spielfreude beim GHC zurück. Bis zur 19. Minute konnte Jessen seinen Zwei-Tore-Vorsprung verteidigen. Von seinen Leuten gut in Szene gesetzt und mit der notwendigen Portion Galle, markierte Christian Haßbargen dann drei Tore in Serie, was die Wende in dieser Partie bedeuten sollte. Mit einem 12 : 12 ging es aber zunächst in die Pause.

In der Kabine appellierte Güsens Trainer an die Mannschaft, die hart erkämpften Bälle vorne nicht leichtfertig zu verschenken und den in Manndeckung genommenen Kevin Haßbargen dennoch cleverer ins Spiel einzubinden. Jessen konnte den Ballbesitz zu Beginn der zweiten Halbzeit noch erfolgreich verwerten, jedoch sollte es das letzte Mal mit einer Führung für den Gastgeber gewesen sein. Man spürte richtig, wie sich die Güsener den Frust einer mäßigen Hirunde von der Seele spielten. Als die Haßbargen-Brüder, die insgesamt 21 Treffer markierten, enger gedeckt wurden, kam die Zeit von Carsten Beyer und Robert Klewe, die unter anderem den Torreigen fortsetzten. Das 28 : 23 für den GHC in der 51. Minute sollte die Vorentscheidung sein. Jessen versuchte sein Heil in einer offenen Manndeckung, Güsens Trainer nahm kurzerhand eine Auszeit und verschaffte damit seinen Männern die notwendige Verschnaufpause. Von da an sorgte Tobias Beyer für Ordnung im Tor und mit Treffern von Dennis Schwab und Arne Buchheister konnte Jessen bis zum 35 : 31-Erfolg auf Abstand gehalten werden. Mannschaftskapitän Robert Klewe nach dem Spiel : " Erst einmal vielen Dank an die mitgereisten Fans, die gerade zu uns gehalten haben, als es nicht so lief. Auch wenn wir heute ersatzgeschwächt antreten mussten, hat uns unser Teamgeist stark gemacht. Es ist eine Bestätigung dafür, dass wir als gesamtes Team auf dem richtigen Weg sind. "

Güsen : C. Bretschneider / T. Beyer – K. Haßbargen ( 10 ), Schwab ( 1 ), C. Haßbargen ( 11 ), Klewe ( 5 ), Salomon ( 1 ), Buchheister ( 1 ), Geue, C. Beyer ( 6 )