Mit der 1. Box-Night in Möckern wurde am Sonnabend die langeTradition in der Region wiederbelebt. Rund 600 Zuschauer verfolgten in der Stadthalle einen gelungenen Premieren-Wettkampf, bei dem vor allem die gastgebenden " Boxing Tigers " ihre Feuertaufe bestanden.

Möckern. Unentwegt marschierte er nach vorne, unentwegt ging er in den Innenfight, unentwegt schlug er harte Eins-Zwei-Kombinationen :

Christoph Möde bot beim Hauptkampf des Abends eine couragierte Leistung und wurde in der Klasse bis 81 Kilogramm mit einem klaren Punktsieg gegen den Helmstedter Dennis Themann belohnt. Sicher, der Halbschwergewichtler von den " Kasch Tigers " Möckern, wie sich die einheimischen Sportler bei der Box-Night nannten, war von einer technisch sauberen Vorstellung noch weit entfernt, allein sein Wille begeisterte seine Trainer und das Publikum.

Dies galt auch für Mathias Dinter ( bis 81 Kilogramm ), der eine Woche nach seinem Debütkampf in Magdeburg eine taktisch gute Leistung bot und sich gegen seinen Kontrahenten ein Remis verdient gehabt hätte. Und auch seinem Bruder Lukas ( bis 64 Kilogramm ) blieb trotz einen beherzten Kampfes gegen Andy Espinosa aus Schönebeck ein Unentschieden verwehrt.

" Viele der heimischen Boxer haben heute ihren ersten Kampf bestritten. Ihnen fehlt einfach noch die Wettkampfpraxis. Bei einigen ist aber das Talent durchaus erkennbar ", sagte Karsten Weisheit, der mit Punching Magdeburg, dem Kooperationspartner des " Tiger Boxing Clubs " aus Trypphena, die Veranstaltung technisch unterstützte. Der erfahrene Trainer und Sportwart sah neun " gelungene Kämpfe " von der Jugend bis zu den Schwergewichten. Neben den " Box-Tigern " stiegen Kämpfer von Punching Magdeburg, Return to Fight Magdeburg, PSV Schönebeck und den Boxfreunden Helmstedt in den Ring.

Dass bei den Duellen am Ende die großen Namen fehlten, war eher Nebensache. Vielmehr zählte die Initiative der Veranstalter, " die alte Achse im Boxsport des Jerichower Landes mit Burg, Möckern und Genthin wiederzubeleben ", sagte Weisheit.

So sah es auch Alexander Kasch, der als Trainer und Organisator alle Hände voll zu tun hatte, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. " Insofern war es schon gut, dass mein eigener Kampf ausgefallen ist. Ich hatte am Ring genug zu tun. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll ", sagte der 30-Jährige, der durch die 1. Box-Night auf eine Initialzündung bei jungen Boxern, aber auch bei Sponsoren in der Region hofft.