Magdeburg ( ihe ). Der SV Eiche 05 Biederitz II ( 1. Nordliga ) musste im Viertelfinale des Handball-Nordcups beim Post SV Magdeburg II ( 2. Nordliga ) knapp und unnötig mit 25 : 26 ( 15 : 11 ) die Segel streichen. Spielertrainer Ingo Heitmann war mit neun Toren bester Schütze der Gäste, die den Einzug in das Halbfinale leichtfertig in den Schlussminuten aus der Hand gaben. Neben TuS Magdeburg ( 30 : 29 gegen Stendal ) haben nun noch Eintracht Gommern ( zu Hause gegen Neuferchau / Kunrau ) und die Teams des Güsener HC IV beziehungsweise SV Chemie Genthin im direkten Aufeinandertreffen am kommenden Wochenende die Möglichkeit, in das Halbfinale einzuziehen.

Die Biederitzer erwischten vor 50 Zuschauern einen Blitzstart und legten nach acht Minuten eine 7 : 2-Führung vor. Aus einer sicheren Deckung wurden wiederholt erfolgreich Konter gefahren und auch im Angriff wurde konzentriert und geduldig die Chance herausgespielt. Nach dem 7 : 4 der Postreserve erhöhten Matthias Krüger und Ingo Heitmann ( 2 ) auf 10 : 5. Doch zusehends bekamen die Hausherren den Gast besser in den Griff und nutzten einige Fehler der SVE-Mannen zur Aufholjagd. Diese wurde in der 26. Minute beim Stand von 11 : 11 offensichtlich. Doch rechtzeitig vor der Pause bekamen die Biederitzer die Begegnung wieder in den Griff und erzielten durch die Doppeltorschützen Holger Klingebeil und Alexander Enke zum 11 : 15 einen Vier-Tore-Vorsprung.

Auch nach dem Wiederbeginn setzten die Gäste die Akzente und trafen durch Florian Krüger ( 16 : 12 ) und Alexander Enke ( 17 : 13 ). Die Landeshauptstädter waren stets um Anschluss bemüht, scheiterten jedoch wiederholt an der gut funktionierenden Deckung der Biederitzer oder am starken Torhüter Aaron Swoboda. Dennoch gelang es ihnen in der 41. Minute, zum 18 : 18 auszugleichen, da die Biederitzer nun im Angriff oft überhastet oder unkonzentriert abschlossen. Schon zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste aufgrund klarer Einwurfmöglichkeiten dem Spiel eine deutliche Richtung geben können.

Trotzdem gelang es den Biederitzern, zum 20 : 18, 22 : 19 und 23 : 20 vorzulegen. Wiederkehrende Möglichkeiten für die Gäste, den Sack zuzumachen, wurden ausgelassen. So wurde der nie aufgebende Gastgeber im Spiel gehalten. Christopher Ebert gelang mit einem Doppelschlag der 23 : 23-Ausgleich und die wenigen Post-Fans waren längst hellwach. Nach dem 23 : 24 durch Sascha Münder ließ Biederitz eine doppelte Überzahl ungenutzt und die Einheimischen glichen erneut aus. Da auch die folgenden Angriffsbemühungen von Krüger & Co nicht von Erfolg gekrönt waren, legten die Hausherren in der 58. Minute eine 25 : 24-Führung, es war die erste, vor. Durch einen Konter führte der Gastgeber mit 26 : 24. Dem Anschlusstreffer von Ingo Heitmann ( Strafwurf ) folgte ein erfolgloser Postangriff. Doch die Möglichkeit für die Gäste zum Ausgleich wurde kurz vor dem Schlusspfiff vergeben.

" Wir hatten zahlreiche Möglichkeiten, um den Sack vorher zuzumachen. Trotz der Niederlage gegen einen gewiss nicht schlechten Kontrahenten haben wir unseren leichten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigen können ", fasste der Biederitzer Coach Wolfgang Rösel die Leistungen zum Jahresende treffend zusammen.

SV Eiche Biederitz II : Swoboda – Arnold, Heitmann ( 9 / 5 ), Holzgräbe, Bormann, F. Krüger ( 1 ), Münder ( 1 ), Klingebeil ( 6 ), Bahr ( 2 ), Schmidt, M. Krüger ( 2 ), Enke ( 4 )