Der Güsener HC hat sich endgültig in der Handball-Oberliga frei gespielt. Nach dem wichtigen 35 : 30 ( 17 : 13 ) - Heimerfolg gegen den Tabellennachbarn SV Friesen Frankleben nimmt das Team von Trainer Peter Arndt mit nun sechs Punkten Tuchfühlung zu den Nichtabstiegsplätzen auf.

Güsen ( hkl ). Nach zwei vergeigten Auswärtsauftritten beim SV Friesen Frankleben ist dem GHC mit seinem Sieg in eigener Halle die Revanche und damit ein Rückrundenauftakt in der Handball-Oberliga nach Maß gelungen. Dabei eröffnete Carsten Beyer den Torreigen des GHC und konnte ihn dann auch in der 59. Minute mit einem bilderbuchmäßig herausgespielten Kempa-Tor zur Freude der zahlreichen Zuschauer beenden.

Gleich mit Anpfiff übernahmen die Güsener die Initiative und zeigten, wer Herr im Hause ist. Die Gäste spielten aber auf Augenhöhe mit und konnten im weiteren Verlauf zum 5 : 5, 8 : 8 und letztmalig in diesem Spiel zum 9 : 9 in der 19. Minute ausgleichen. Von da an kümmerte sich René Eichner mit Manndeckung um Jan Schindler, dem besten Mann auf Seiten der Gäste, und Franklebens Angriffe blieben zusehends öfter in den Reihen der Güsener stecken.

Angefeuert vom begeisterten Publikum und endlich mit dem notwendigen Glück, setzte sich der GHC bis zur Pause mit sehenswerten Treffern von Martin Müller sowie sicher verwandelten Strafwürfen von Christian Haßbargen zum 17 : 13-Halbzeitstand ab.

Dieser Lauf setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung bis zur 45. Minute auf zwölf Tore zum 31 : 19 aus. Mit der dritten Zeitstrafe und dem vorzeitigen Spielende für Kevin Haßbargen zog zu diesem Zeitpunkt der Schlendrian im Güsener Angriffsspiel ein. Die Gäste, die sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hatten, nutzten rigoros ihr Überzahlspiel und nahmen die zahlreich von den Güsenern offerierten Geschenke in Form von unnötig vertändelten Bällen dankbar an. Sie verkürzten damit auf 29 : 34.

Am Ende zehrte der GHC von seinem großen Vorsprung und gewann dennoch verdient mit 35 : 30. " Anerkennung an mein Team und Friesen Frankleben für ein tolles Spiel. 50 Minuten spielten wir konzentriert und locker, dann brachten wir unseren Gegner selbst wieder ins Spiel und machten die Sache wieder richtig spannend. Das kann es nicht sein. Bedanken will ich mich heute ganz besonders bei unserer Verstärkung, die sich lückenlos ins Team eingegliedert hat. Es beweist, dass unser Slogan ‚ Wir sind ein Team ‘ doch seine Berechtigung hat ", sagte GHC-Trainer Peter Arndt nach Spielende.

Sein Team erzielte zwei absolut wichtige Punkte gegen den Abstieg. Bleibt nun zu hoffen, dass der derzeitige Aufwind beim GHC anhält.

Güsener HC : Bretschneider, T. Beyer, Himmel – K. Haßbargen ( 3 ), Schwab, Buchheister ( 3 ), Eichner, Lehnau ( 2 ), C. Beyer ( 4 ), C. Haßbargen ( 6 / 6 ), Müller ( 6 ), Klewe ( 2 ), Hennig ( 3 ), Hoffmann

SV Friesen Frankleben : Küster, Theile – Klose ( 1 ), Schmidt ( 4 ), Wasner, Gora ( 5 ), Bautz ( 1 ), Schindler ( 5 / 5 ), Benne ( 2 ), Gerlach ( 7 )

Siebenmeter : GHC 8 ; Frankleben 5 Zeitstrafen : GHC 9 ; Frankleben 5 Rote Karten : GHC K. Haßbargen ( 3 x 2 Min. ); Frankleben Wasner ( Schiedsrichterbeleidigung ), Benne ( 3 x 2 Min. )