Handball-Oberligist Güsener HC ist mit einer Niederlage in die Weihnachtspause gegangen. Am Sonnabend unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Arndt bei der TSG Calbe mit 30 : 35 ( 14 : 17 ), wobei in der Saalestadt durchaus ein Punkt drin gewesen wäre.

Calbe / Güsen ( par / fna / okr ). Die Gastgeber starteten besser in die Begegnung, erarbeiteten sich immer wieder Möglichkeiten, die aber zu oft vergeben wurden. Entweder durch zu hastige Pässe, die in den Händen des Gegners landeten, oder durch Pech im Abschluss. Insgesamt knallte der Pfosten siebenmal in der gesamten Begegnung. " Wir sind zu Beginn gar nicht in Tritt gekommen ", hatte Güsens Trainer Peter Arndt beobachtet. Vor allem die Quote von Außen ließ zu wünschen übrig. " Auf der Position haben wir zu viele Chancen liegen gelassen. "

Dennoch blieb der GHC durch die hohe Fehlerquote der TSG Calbe ( 16 Fehlwürfe, acht davon in den ersten 20 Minuten ), dran. Zwar enteilten die Gastgeber nach dem Ballgewinn von Sebastian Roost und dessen Kontertor auf 11 : 5 ( 22. ), doch Güsen verkürzte durch relativ leichte Treffer aus dem Rückraum zum 14 : 17 zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Güsen den Gegner im Griff und glich innerhalb kürzester Zeit zum 17 : 17 aus ( 32. ). Dass die Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht nachlegen konnten, lag auch an der Verletzung von Christian Haßbargen, der sich bei einem Siebenmeter ohne Fremdeinwirkung am Rücken verletzte und von da an zum Zuschauen verdammt war. Hinzu kam, dass Sebastian Geue mit lädiertem Finger auf die Bank musste und Martin Müller, angeschlagen durch eine Erkältung, ebenfalls die Segel strich. Calbe nutzte diese personelle Schwächung sofort aus und zog auf 20 : 17 und später auf 26 : 22 ( 49. ) davon. Vor allem Andreas Doll traf nun von Rechtsaußen aus unmöglichen Winkeln und steuerte in dieser entscheidenden Phase wichtige Treffer für die TSG bei.

In den Schlussminuten drückte zwar der GHC weiter aufs Tempo ( Arndt : " Wir haben viel an der Kondition gearbeitet "), doch die Vorstöße in die Tiefe wurden von den Calbensern oft erfolgreich unterbunden. Hinzu kam, dass " unsere ‚ Linkspfoten ‘ nicht ihren glücklichsten Tag erwischt hatten und fünf hundertprozentige Chancen liegen ließen. " Calbe kam schließlich in den letzten sechs Minuten noch einmal in Spiellaune und setzte sich auf 35 : 27 ab. Güsen gelang nur noch etwas Ergebniskosmetik zum 35 : 30-Endstand.

Trotz des Sieges zollte auch TSG-Trainer Eckhard Rätzel dem Gegner Respekt. Er sprach nach Spielschluss von einer " erwartet schweren Partie gegen einen angeschlagenen Güsener HC ". Das Team war " stärker als in der Hinrunde " und wird wohl noch einige Teams " vor Probleme stellen ". Ähnlich sah es Peter Arndt : " Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie sich trotz der Ausfälle aus der Affäre gezogen hat. Mit kompletter Besetzung und ohne den Ausfall von Christian Haßbargen wären hier durchaus ein bis zwei Punkte drin gewesen. "

Güsener HC : Bretschneider, T. Beyer – K. Haßbargen ( 7 / 1 ), Garbrecht ( 2 ), Buchheister, E. Klewe ( 3 ), C. Beyer ( 4 ), Chr. Haßbargen ( 9 / 5 ), Müller, R. Klewe ( 5 ), Geue, Salomon

TSG Calbe : Bertram, Knörich – Walter, Sowa, Doll ( 3 ), Hulha ( 8 ), Roost ( 3 ), F. Kralik ( 2 ), M. Kralik, T. Deumeland ( 1 ), B. Rätzel ( 9 / 7 ), Hübner ( 10 ) Siebenmeter : Calbe 9 / 7 – Güsen 8 / 6 ; Zeitstrafen : Calbe 6 – Güsen 3