Gegen Concordia Rogätz wollten die Landesklasse-Fußballer aus Niegripp am Samstag auf dem erfolgreichen Weg der vergangenen zwei Wochen weiter vorankommen. Das gelang gegen die Gäste von der anderen Elbseite mit einem 0 : 0 nur teilweise.

Niegripp ( jwu ). Die spielerische Ausstrahlung und die Durchschlagskraft im Angriff der Platzbesitzer ließen an diesem Wochenende leider nur einen kleinen Schritt aus dem Tabellenkeller zu. Blau-Weiß hatte die erste Chance im Spiel schon nach zwei Minuten. Ein öffnender Diagonalpass von Fabian Mlynek brachte die Rogätzer Abwehr in Unordnung und Christian Schönfeld in Schussposition. Doch er brachte den Ball nicht so unter Kontrolle, dass er zum Abschluss kommen konnte.

Bei einem Versuch aus der Distanz von Thomas Böttcher ( 12. ) machte der sichere Keeper der Gäste, Michael Zacher, eine gute Figur. Der Rogätzer Spielmacher Marten Wesemann versuchte es in der 16. Minute ebenfalls mit einem Weitschuss, der nur knapp das Niegripper Tor verfehlte.

In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams. Die Defensive auf beiden Seiten ließ kaum Torchancen zu und das Niegripper Aufbauspiel war zu oft von zu vielen Fehlern unterbrochen, so dass man von Spielfluss kaum sprechen konnte. Trotzdem erkämpften sich die Platzherren noch zwei gute Einschussmöglichkeiten. In der 34. Minute brachte Mlynek eine flache Eingabe von links vor das Rogätzer Tor, die Denny Krakor in unnachahmlicher Art aufnahm, doch Keeper Zacher und ein Rogätzer Verteidiger retteten mit letztem Einsatz.

Auch drei Minuten vor der Pause stand Zacher im Mittelpunkt, als er einen Schuss von Christian Schönfeld aus Nahdistanz mit einer Reflexbewegung entschärfte.

Die zweite Spielhälfte verlief ähnlich wie die erste ab. Sichere Abwehrreihen bestimmten das Bild. Die Angriffsbemühungen blieben auf beiden Seiten bescheiden. Man hatte das Gefühl, dass ein entscheidender Fehler einer Mannschaft das Spiel wohl entscheiden würde.

Niegripps beste Chance der zweiten Halbzeit hatte Kapitän Thomas Böttcher, der nach einem Pass von Sebastian Küßner am langen Eck vorbei schob ( 76. ). Mit zunehmender Spieldauer merkte man beiden Teams auch die schwindenden Kräfte an, denn der tiefe Boden forderte doch seinen Tribut. So blieb auch eine spürbare Schlussoffensive auf beiden Seiten aus.

Letztlich waren wohl beide Mannschaften mit dem " Spatz in der Hand " an diesem Wochenende zufrieden. Ob es für die Kontrahenten gewonnene oder verlorene Punkte waren, wird man erst später analysieren können.

Fakt bleibt : Niegripp holte nach einem Katastrophen-Start mit nur einem Punkt aus acht Partien immerhin sieben Zähler aus den letzten drei Spielen. Trotzdem muss jedem klar sein, dass das nur der Anfang sein kann, will man den Tabellenkeller auf Dauer verlassen.