Magdeburg ( dhü ). Allein der Name Denny Piele dürfte der SG Blau-Weiß Gerwisch Warnung genug sein. Der Stürmer der SG Handwerk Magdeburg hat bislang elf Treffer erzielt und steht ganz sicher für den Aufwärtstrend der Landeshauptstädter. Die taten sich nämlich ziemlich schwer, in die Saison der Fußball-Landesliga Nord zu finden, feierten erst am vierten Spieltag ihre ersten drei Punkte. Morgen ist also Gerwisch zu Gast bei den Handwerkern. Und für Blau-Weiß-Coach Rolf Döbbelin geht es vor allem darum : " Du darfst keine Luft rankommen lassen. " Nicht zwischen seiner Mannschaft ( 2. mit 25 Punkte ) und Handwerk ( 6. mit 22 Zähler ), auch nicht zu den Abstiegsrängen, die bei Nienburg ( elf Punkte ) derzeit beginnen.

Einen ähnlich durchschlagskräftigen Stürmer wie Piele würde sich auch Döbbelin wünschen, die beiden, die jenes Potenzial in Gerwisch mitbringen, Danny Schalla und Thomas Tietz, fallen bekanntlich langzeitverletzt aus und werden auch erst zu Beginn der Rückrunde zurück erwartet. Das kann natürlich auch den Vorteil bringen, dass in Gerwisch die Last nun auf mehreren Schultern verteilt wird und die gesamte Mannschaft damit nicht so leicht auszurechnen ist. Die beiden besten Schützen heißen derzeit Mathias Herms und Philipp Baumgartl mit jeweils vier Toren. Döbbelin muss allerdings auch auf Franz Zimmer aufgrund seiner roten Karte und eventuell auf Dennis Schönfeld, der grippeerkrankt die gesamte Woche nicht trainieren konnte, verzichten. Für Zimmer ist indes das Strafmaß noch nicht bekannt. " Wir hoffen, dass es nur bei zwei Spielen bleibt ", sagte Döbbelin.

Das Minimalziel heißt nun in Magdeburg, " nur nicht zu verlieren ". Bislang konnte der Trainer sich zumindest auf seine Defensive verlassen, die lediglich 13 Treffer kassierte. Nur Bismark ist mit zwölf Gegentoren besser. Das passt auch zur Philosophie Döbbelins : " Spiele werden hinten gewonnen. " Vielleicht liegt Gerwisch also auch in dieser Hinsicht " über unserem Level ", sagt der Coach. Dann gilt es zumindest, dieses zu halten.