Rolf Döbbelin hat am Montag beim Fußball-Landesligisten SG Blau-Weiß Gerwisch die Nachfolge von Trainer Michael Steffen angetreten ( Volksstimme berichtete ). Döbbelin soll die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen. Die Rückendeckung von Vorstand und Mannschaft ist ihm gewiss.

Gerwisch. So richtig konnte Rolf Döbbelin seine neuen Spieler am Montagabend noch nicht erkennen. Sein Team trainierte auf dem Hartplatz, an dem zwei Lampen defekt waren. " Mit ihren Mützen lassen sie sich bei dem Licht nicht auseinander halten ", scherzte der 54-Jährige.

Er kann seine neue sportliche Herausforderung gelassen angehen, muss nach fast 20 Jahren Trainertätigkeit sich und den anderen nichts mehr beweisen. " Ich will dem Verein bis zum Saisonende helfen ", sagte der frühere FCM-Spieler, der nur wenige Tage nach dem überraschenden Rücktritt von Michael Steffen das Angebot von Gerwisch annahm. Für Abteilungsleiter Manfred Schaaf war Döbbelin die erste Wahl : " Ich kenne Rolf schon seit vielen Jahren und schätze seine fachliche Kompetenz, aber auch ihn als Menschen. Er war für mich der erste Ansprechpartner. Insofern waren wir froh, dass er so schnell zugesagt hat. "

Beide Seiten besiegelten per Handschlag die Zusammenarbeit, wobei noch unklar ist, ob Döbbelin langfristig in Gerwisch tätig sein wird. " Wir schauen, ob die Chemie stimmt, dann werden wir uns in der Winterpause mit ihm zusammensetzen. Wir haben jetzt keinen Druck ", erklärte der Abteilungsleiter, der am Saisonziel Klassenerhalt festhält.

Wer Döbbelin kennt, weiß, dass er erfolgsorientiert arbeitet und seine Philosophie von Fußball umsetzen will. " Ich werde den Jungs Vertrauen entgegen bringen, fordere aber auch von jedem Disziplin ", sagte der Trainer, der unter anderem für Fortuna Magdeburg ( damals noch in der Oberliga ), Eintracht Gommnern und zuletzt neun Jahre für den VfB Ottersleben tätig war. Ende 2009 trat er bei dem Magdeburger Landesligisten zurück, " weil der Riemen runter war ", wie Döbbelin meinte. Nach einer Auszeit scheint es nun wieder zu kribbeln, zumal die Fahrtwege von seinem Wohnort Lostau nach Gerwisch " nun überschaubarer sind. "

In der Mannschaft selbst wurde der Wechsel auf der Trainerbank positiv aufgenommen. " Mit dem Trainer machen wir weiter einen Schritt nach vorn. Gerade den jungen Spielern sollte er mit seiner Erfahrung eine Entwicklungs-Perspektive bieten ", sagte Kapitän Thomas Sauer. Angesprochen auf mögliche taktische Änderungen, die auf ihn und sein Team zukommen könnten, meinte der Routinier : " Wir sind alle lernfähig. "